Autor: Alexander Jentzsch

In Aldekerk unter den Möglichkeiten geblieben – wC1 startet in der Kreisliga

Am vergangenen Sonntag fand für uns die Oberliga-Qualifikationsrunde in Aldekerk statt. Insgesamt wurde in 5 Gruppen an 5 Orten gespielt. Aus jeder Gruppe qualifizierten sich die beiden Erstplatzierten Teams für die Oberliga. Dass am Ende für unsere C1 nur der 3. Tabellenplatz zu Buche stand ist zwar ärgerlich, aber kein Beinbruch.

Die Neusser Mädels um das Trainergespann Fabian Bleckat und Ercüment Ericek durften das Eröffnungsspiel direkt gegen die „C2“ des TV Aldekerk bestreiten, allerdings wurde diese mit Spielerinnen der Aldekerker C1 bestückt, die im kommenden Jahr in der Regionalliga beheimatet ist.

Mit der offensiv und aktiv agierenden Neusser Abwehr hatten sämtliche Mannschaften, Aldekerk eingeschlossen große Probleme. Leider schaffte man es in der Offensive allerdings noch nicht mit der nötigen Passicherheit und Konsequenz im 1gg1, sowie dem Parallelstoß und Kreuzen Zug zum Tor zu entwickeln. So kam vor Allem Aldekerk immer wieder an leichte Bälle und konnte so verhindern, dass wir gegen Überfallartige Gegenstöße eine Deckung stellen konnten. Dadurch wurde das Spiel gegen Aldekerk am Ende schmerzhaft mi 1:12 aus Neusser Sicht verloren.

Doch von diesem herben Schlag ließen sich die Neusser nicht beirren und blieben nach kurzer Enttäuschung optimistisch. Standen doch Spiele gegen weitaus schwächere Mannschaften an, die man gewinnen wollte.

Gesagt, getan. Im nächsten Spiel ließen die Mädels ihren Frust am Solinger TB aus, die der individuellen Klasse von Jana Hetzel und Eva Manthei (beide 5 Tore in diesem Spiel) gepaart mit hohem Tempo aus der Abwehr heraus schlichtweg nicht gewachsen waren, ein einzelner Schattenmoment dieses Spiels war die Verletzung von unserer Linkshänderin Viktoria. Sie knickte unglücklich um, verletzte sich am Sprunggelenk und konnte in den folgenden Spielen leider nicht mehr mitwirken.

Im Nächsten Spiel gegen den Haaner TV bot sich allerdings wieder das Bild aus dem Spiel gegen Aldekerk. Deckung top, Angriff leider weniger. Immer wenn unsere Mädels eine solide und gut geführte Deckungsarbeit gegen sich sahen, fehlten die letzten Prozente Cleverness, sowie das Durchsetzungsvermögen. So ging leider auch dieses Spiel mit 5:10 verloren und die Chancen auf die Oberliga schwindend gering. Einzige Möglichkeit: die Solinger Mädels mussten gegen Haan gewinnen. So verbrüderte man sich kurzerhand mit „dem Feind“, ganz nach dem Sprichwort der Feind meines Feindes ist mein Freund und unterstützte Solingen im Spiel gegen Haan lautstark. Doch in der zweiten Halbzeit setzte sich Haan dann nach einer spannenden ersten Hälfte doch noch deutlich ab. SCHADE!

Im letzten Spiel gegen die HSG Velbert/Heiligenhaus wurde dann munter durchgewechselt und alle erhielten noch etwas Spielzeit.

In den kommenden Wochen und Monaten möchte man weiter an den Individualtaktischen und -technischen Fertigkeiten trainieren, gemeinsam als neu formiertes Team weiter zusammenwachsen und vor Allem: ganz viel Spaß haben! Und ob das in der Ober- oder in der Kreisliga stattfindet, ist doch erstmal zweitrangig, oder?

Für den NHV spielten: Josefina, Leonie (beide im Tor), Maibrit (im Tor und im Feld), Viktoria, Valerie, Jana, Mia, Edith, Lena, Luisa, Jovana und Eva

Weibliche D 2. Platz in Solingen

Erfolgreich verlief die Teilnahme beim HSG Jugendcup in Solingen. 
Gespielt wurde in 2 Vierergruppen. Nach Siegen gegen Vohwinkel und Wald-Merscheid und einer Niederlage gegen Solingen wurden unsere Mädchen Gruppensieger. Im Endspiel gegen Wuppertal unterlag das Team um Trainer Wolfgang Spangenberger. 
Mit diesem Ergebnis konnten die 
Mädchen sehr zufrieden sein. 

Super Tage in Frankreich

(NHV/spa)

Die weibliche und männliche C/D-Jugend verbrachte mit unseren französischen Handballfreunden aus Chalons-en-Champagne am Lac de in den Ardennen gemeinsam eine tolle und ereignisreiche Woche.

Nach anfänglichen Berührungsängsten verstanden sich die französischen und die deutschen Jugendlichen fortlaufend immer besser. Eric Andre, Leiter der französischen Gruppe, organisierte das Programm, dass neben dem Handballtraining die Jugendlichen gemeinsam segelten, ruderten, Kanu fuhren, Bogen schossen und den Wald erkundeten. Dabei wurde besonders Wert darauf gelegt, dass die Gruppen immer aus französischen und deutschen Jugendlichen zusammengesetzt waren. Sprachschwierigkeiten wurden schnell überwunden. Wichtig war im Team gemeinsam die Aufgabe zu meistern.

Auch der zwischenzeitlich einsetzende Regen trug nicht zur Verschlechterung der Stimmung bei. Am letzten Tag stand vormittags Kanu, Rudern und Segeln für die Jungens und die Olympiade für die Mädchen auf dem Programm und am Abend wurde nochmal gemeinsam vor der Disco Fußball gespielt.

So viel Einigen die Verabschiedung sehr schwer. Ein Trost ist, man sieht sich Pfingsten zum QuirinusCup 2019 wieder.

Begleitet wurde die Gruppe von Marie Schlosser, Leonie Hamacher, Sylvia Thelen, Erci Ericek, Jan Spangenberger, Uwe Klause und Wolfgang Spangenberger.

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„Es fühlt sich unfair an!“ – Neusser Oberligadamen lassen einen Punkt im Heimspiel liegen

Das ist bitter! Eine Halbzeit lang sieht es nach einer klaren Angelegenheit für den NHV aus. Die letztliche Punkteteilung im Kampf um den Klassenerhalt, nach dem 23:23 (14:8) des Neusser HV gegen den mitbedrohten Rheydter TV – eine Enttäuschung für die heimischen Oberligadamen, die nicht nur mit sich selbst haderten. Am Ende jubelte nur der Rheydter TV, der eine bereits verloren geglaubte Partie, fast noch gänzlich zu seinen Gunsten drehen konnte und wohl selbst nicht wusste, wie das geschah. Damit bleiben beide Teams in latenter Abstiegsgefahr, durch den doppelten Punktgewinn des TV Wipperfürth (13./ 14:32 Punkte) in Beyeröhde (12./ 15:31) am gestrigen Samstag. Der NHV (10./ 18:28) weist zwar einen Punkt mehr auf als der RTV (11./ 17:29), hat aber drei Spieltage vor Schluss das schwerere Restprogramm und sollte noch mindestens einmal punkten, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu sichern.  „Gratulation an den RTV zu diesem Punkt! Sie haben ihre Chance in der zweiten Halbzeit ergriffen und genutzt. Für uns fühlt es sich unfair an. Mehr möchte ich das nicht kommentieren, sondern eine Nacht darüber schlafen und die Bilder anschauen!“,  sagte NHV-Trainer Christian Hentschel sichtlich angefressen nach der Partie, der unmittelbar nach Schlusspfiff das Videostudium begann.  Mit 11:4 (18. Minute) lagen die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit in Front. Bis dahin hatten die Rheydterinnen sichtliche Probleme mit dem variablen Angriffsspiel der Neusserinnen und vor allem deren Defensive. Der NHV war dominant und wirkte in diesem bedeutenden Spiel für beide Mannschaften, als die mental stärkere. Das änderte sich zunächst auch nicht, als die Gastgeberinnen die ersten Zeitstrafen erhielten. Zeitstrafen, die bereits den Unmut der Neusserinnen erregten, weil die gefährliche Aktion erst nach dem vierten und fünften Schritt der Angreiferin zustande kam. Eine solche Aktion führte auch zur Verletzung von Spielgestalterin Madita Schut, die erst nach der Pause wieder zum Einsatz kommen konnte. Der RTV witterte dort bereits Morgenluft und pirschte sich bis zum Halbzeitpfiff auf 14:8 heran. Der Trend setzte sich im zweiten Durchgang zunächst fort. Rheydt verkürzte bis zum 16:14 (40.), ehe der NHV erneut bis auf fünf Tore davonzog: „Eigentlich dachte ich, dass wir das Spiel nach dem 22:17 (47.) wieder im Griff haben. Doch dann kassieren wir vier unglaubliche Tore in Serie, die zumindest fragwürdig waren!“, schüttelte Kreisläuferin Maike Langer den Kopf zu den Szenen, die abstehende oder nach fünf Schritten werfende Gegnerinnen sah. Dass die Neusserinnen selbst ihren Anteil an der Punkteteilung tragen, weil sie die beiden vorletzten Angriffe ins Aus warfen und zuvor einige gute Chancen liegen ließen, soll nicht verschwiegen werden. Trotzdem bot sich den Gastgeberinnen ein mögliches Happy-End in den Schlusssekunden. Madita Schut fand drei Sekunden vor dem Ende, die freistehende Kreisläuferin Langer, die sich drehte und nur regelwidrig am Torwurf gehindert werden konnte. Doch das Entsetzen folgte auf dem Fuße. Statt des fälligen Siebenmeterpfiffes, zeigten die Unparteiischen einen Freiwurf an. Der landete im Block der Gäste, die danach zum Jubeln ansetzen durften. 

Weibliche B-Jugend mit 30:18 Kantersieg zum Saisonfinale

Gegen die SG Langenfeld zeigten die Neusser Mädels noch einmal eine couragierte Leistung und siegten verdient mit 30:18 (16:10) Toren. Mit nur 3 Niederlagen in der Rückrunde gegen die TopTeams der Liga steigerten sie sich noch einmal und belegen einen hervorragenden 5. Tabellenplatz. Sehr schön anzusehen der abschließend stattfindende „Siegestanz“ bei dem sich die Langenfelder Mädels spontan miteinreihen und gemeinsam mit dem NHV feiern.
Der NHV spielte mit Josefina im Tor, Agifatou, Laila (1), Celine (1), Anna (1), Sheena (1), Lara (1), Selina (2), Judith (2), Wiktoria (4), Jana (8) und Mara (9).

Nach dem Spiel haben dann noch beide Mannschaften zusammen gefeiert und Spaß gehabt.