Autor: Alexander Jentzsch

32:27 Niederlage bei den Berischen Panther

Trotz schlechter Wetterbedingungen machte sich ein gewohnt kleiner Troß der NHV Mädels am Samstag auf den Weg ins verschneite Bergische Land.

In einem Spiel, geprägt von vielen individuelle technischen Fehlern, unterlag man verdient mit 32:27 ( 12:12 ).

Der NHV hatte eine gute Anfangsphase und konnte gestützt auf eine aufmerksame Abwehr einen leichten Vorteil erkämpfen. Zwei technische Fehler wurden durch die flinken Panthern mit Gegenstößen gnadenlos bestraft, sodaß man mit einem Gleichstand in die Pause ging.

Im zweiten Abschnitt verstand man es nicht die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen. Zu dicht vor der Abwehr stehend und ohne Bewegung war es schwer in aussichtreiche Positionen zu kommen, um erfolgreich zu sein. Anspielversuche und schlecht getimte Pässe blieben immer wieder in der gegnerischen Deckung hängen und luden die Panther zu weiteren erfolgreichen Gegenstoßtoren ein. In der Deckung mühte man sich zwar, aber bekam keinen richtigen Zugriff, sodaß man sich hier die ein oder andere Zeitstrafe fing.

Dennoch kämpften die Mädels, standen sich aber letztendlich selbst im Weg. Es bleibt an die Leistungen wie gegen Solingen und Merscheid wieder anzuknüpfen. Mund abwischen und beim nächsten mal wieder besser spielen.

Pult , Raspudic 4, Holzke 6, Versteeg 1 , Barnett 8, Lipok 1, Körbes 3, Schlosser 4     

Niederlage der weibl. D2 gegen den Tabellenzweiten HSG Eller

22:4 hieß es am Ende für die weibl. D2 gegen den Tabbelnzweiten der HSG Eller in der Kreisliga Düsseldorf.

Ein Ergebnis mit dem Trainergespann Julius Brückner und Wolfgang Spangenberger zufrieden waren. Die Mädchen kämpften aufopferungsvoll.

Die Elleraner gingen mit 1:0 in Führung. Viktoria Hilgers konnte zwar ausgleichen, aber danach ließen die Gäste bis zur Halbzeit kein Gegentreffer mehr zu.

Leonie Dieckmann im Tor hielt was zu halten war und verhinderte eine größere Niederlage.   

Anfangs der 2. Halbzeit hatten unsere Mädchen eine starke Phase. 3 schöne Treffer führten zum 14:4. Danach ließ Eller keinen Gegentreffer mehr zu.

Es spielt im Tor: Leonie Dieckmann

Im Feld spielte: Victoria Hilgers (3), Lisa Kehling, Ronja Weber, Luisa Fries, Jule Pastowski (1), Josephine Harting und Lena Schmidt.

SPA.

Deutlicher Sieg der weiblichen D1 gegen Unterrath

Mit 24:2 gewannen unsere Mädchen der weiblichen D1-Jugend gegen die SG Unterrath. Eine starke Deckungsleistung und eine sehr gute Leistung von unserer Torfrau Josefina Chrysidis sorgten dafür, dass Unterrath nur zu 2 Treffern kam. In der 1. Halbzeit gab es im Angriffsspiel zu viele Fehler, die dazu führten, dass eine Menge Bälle verloren gingen. Dies sah in der 2. Halbzeit anders aus. Jetzt wurden die Chancen besser genutzt und verwertet. Viele Tore wurde durch Tempogegenstoß erzielt.

Es spielten im Tor: Josefina Chrysidis

Jovanna Ilic (2), Thao Mia Pham (5), Lena Kizilarslan (1), Mia Föde (4), Leonie Reder (5), Jana Hetzel (6) und Luisa Steugk(1).

SPA

NHV Ajgd gegen Wuppertal

37:26 für die young ladies des NHV stand am Ende des Spiels gegen Wuppertal auf Anzeigetafel des Hammfeldes. Ein klarer souveräner Sieg, den man vor dem Spiel nicht so erwarten konnte. War man in der Vorwoche bereits ohne Auswechselspieler in Solingen angetreten, so kam es noch härter. Durch die erkrankten, verletzten und verhinderten Jenny, Tereza, Lene, Nadine und Annika reduzierte sich das team auf sieben Feldspieler und ohne Torwart. Doch statt zu jammern und zu hadern wurde entschlossen gehandelt, Emily übernahm die Torwartrolle und es wurde gemeinsam ein Matchplan entworfen. Über eine kompakte Abwehr sollte den Wuppertalern keine leichten Tore ermöglicht werden und vorne geduldig und konsequent abgeschlossen werden. Den klaren Ansagen des Coaches folgend, legten sich die Mädels dermaßen ins Zeug, dass es nach gerademal 5 Min. bereits 5:0 für Neuss stand. Emily hat dabei bereits 2 Würfe wie selbstverständlich entschärfen können. Die Neusser verstanden es im weiteren immer wieder geduldig Ihre Chancen herauszuspielen und konsequent zu nutzen. Wenn es dann einmal zu einer Gegenstoß chance des Gegners kam, wurde sehr schnell zurück gelaufen. Herausragend der erfogreiche Hechtsprung von Mabel zur Ballrückeroberung. Was immer der Wuppertaler Trainer versuchte, die Neusser hatten eine passende Antwort. Ganz stark dabei Anna, die klug Regie führte und dabei selbst brandgefährlich  blieb und dies mit zehn Treffern untermauerte. Eine tolle Mannschaftsleistung, mit besonderen Dank an Emmy.

Niederbergischer HC 1F : Neusser HV 2F (22:24)

Was für ein Tag!

Geht es um die Mannschaftsaufstellung für den Spieltag, ist Improvisation  nichts Unbekanntes für die Neusserinnen.

So kämpfte das Team der jungen Wilden mit einer neuen Herausforderung: Es stand keine etatmäßige Torhüterin zur Verfügung, 2 sind verletzt und eine war verhindert.

So reiste man mit 10 Feldspielerinnen an und stellte sich der Herausforderung!

Die Gastgeberinnen, immerhin Tabellenvierter, begannen konzentriert und erzielten die ersten beide Treffer.

Aber die jungen Wilden fingen sich schnell und erzielten direkt den Anschlusstreffer.

 So blieb es ein offener Schlagabtausch und in der 6ten min gelang mit dem 4:4 der erste Ausgleich.

Mittlerweile hatte sich Anna im Tor auch ein bisschen eingewöhnt und unterstütze das Team mit langen Traumpässen auf unsere Außen, die sich diese Chancen nicht entgehen ließen und eiskalt einnetzten.

Annika war der Dreh- und Angelpunkt im Angriff, Sie erzielte sowohl aus dem gebunden Spiel, als auch vom Siebenmeterpunkt, wichtige Treffer.

Mit einer 2 Tore Führung, 10:12, ging es in die Pause.

Auch danach blieb es spannend, doch konnten die Mädels sich bis zur 45ten min bis auf 5 Tore absetzten, 14:19.

Bis zur 54ten min kamen die Gastgeberinnen nochmal gefährlich ran. Es gelang Ihnen der  Anschlusstreffer zum 21:22.

Durch zwei schnelle Tore von Annika und Mabel in den letzten 2 Minuten, konnten die Mädels mit 22:24 einen weiteren wichtigen Sieg einfahren.

Es spielten:

Tor: Anna (0-54 Minute) Marie S.(54-60)

Jule, Marie G. (1), Leonie (3), Anna-Sophie (2), Marie S. (1), Jenny, Mabel (5), Annika (12, 5/6 Siebenmeter), Lea, Emilie n.e. (angeschlagen und war nur für den Notfall vorgesehen)

Am 10.12 erwarten wir die Gäste der SG1 ETB SW/Altendorf/Ruhr 1F, um 15:00 Uhr im Hammfeld, über Unterstützung würden sich die jungen Wilden sehr freuen.

Spielberichte weibl.Ajgd.

zwei anstrengende, dennoch erfolgreiche Wochen mussten die Mädels der weibl. Ajgd. absolvieren. Neben der relgelmäßigen Aushilfe in der 2. und 1. Damen des NHV galt es zwei Wochenspieltage mit Nachholspielen zu gestalten.Das hieß bis zu sechs Spielen in zwei Wochen.

Das erste Nachholspiel in der Woche gegen den Nachwuchs der ADLER aus Königshof konnten die Mädels souverän mit 31:15 für sich entscheiden. Durch ein gekonntetes Konterspiel wurde ein sicherer Auswärtssieg eingefahren. Am WE gab es dann nahezu einen Kantersieg gegen den punktelosen Tabellenletzten mit 55:15. Die Mädels überfuhren nahezu komplett den Gegner mit einem sehenswerten Hochgeschwindigkeitshandball. Ob diese hohe Niederlage letztendlich zum Rückzug des Gegners aus dem Spielbertrieb geführt hat, bleibt unbekannt.

Zu einem Spiel auf Augenhöhe avancierte dann die Wochen-Begegnung gegen den TV Haan. Beide Teams schenkten sich nichts und es wurde über sechzig Minuten um jedes Tor gerungen. Bei wechselnden knappen Spielständen konnte TV Haan aufgrund einer Zeitstrafe in den letzten Schlussminuten gegen den NHV den Vorteil eines EIN-TORE-Vorsprungs erlangen. In Unterzahl verfehlte der letzte Wurf nur knapp das Haaner Gehäuse und so musste man enttäuscht, aber erhobenen Hauptes, den Haaner den knappen 31:32 Sieg überlassen.

Im Vorfeld des letzten Spiels gegen die Talentschmiede des HSV Gräfrath-Solingen wurde entschieden, dass durch die Konfliktsituation der zeitgleichen Spiele der 2.F und der Ajgd, die Unterstützung der 2.F für den Klassenerhalt priorisiert wurde. Annike, Katarina, Anna-Sophie, Emily und Nadine unterstützten die 2.F und somit fuhr das ‚Restteam‘ um die angeschlagene Lene, Tereza, Jenny, Anna, Svenja, Marie und Mabel ohne Auswechselspieler nach Solingen. Mag es an der ‚Dark-room‘ Besprechung gelegen haben oder nicht, die Mädels waren nicht gewillt sich vorher geschlagen zu geben. Mit der geforderten Geduld und Entschlossenheit entwickelte sich bereits in HZ1 ein enges Spiel und so konnte man mit einem ausgeglichen Spielstand zurück in den ‚Dark-room‘ zur Pausenbesprechung. Mit einer starken Deckung hielt man sich gegen die flinken Solinger in HZ2 im Spiel. Nach zwei stark gehaltenen 7-Meter durch Lene nutzte man den Moment selbst in der 55 Min. durch zwei Konter sich entscheidend abzusetzen. Selbst der letzte Versuch einer offenen Deckung reichte nicht die clever spielende Neusser noch den 37:35 Sieg abzuringen. Eine grandiose Mannschaftsleitung bei der jeder im Sinne des teams an ihre Grenze gegangen ist, hinterließen einen stolzen Trainer und begeisterte Elternfanschaft.

Niederlage beim Derby in Düsseldorf – Neusser Damen ernten Respekt aber keine Punkte

Der Derbyvirus hat den Favoriten nicht zu Fall gebracht. Am Ende stand für die 1. Damen des Neusser HV sogar eine klare 30:20 (13:11)-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf auf dem Tableau, mit der die Gäste auf den elften Rang der Regionalliga Nordrhein zurückrutschten. „Ich möchte meinen Mädels keinen Vorwurf machen. Weder spielerisch für die erste Halbzeit, noch kämpferisch über die gesamten sechzig Minuten!“, sagte ein zunächst enttäuschter Trainer Christian Hentschel. Enttäuscht vom Ergebnis, dass nach der auch spielerisch überzeugenden ersten Halbzeit nicht absehbar erschien. Da präsentierten sich die Neusserinnen erneut verbessert in der Offensive und boten defensiv die gewohnt leidenschaftliche Gegenwehr. Erst als die Kräfte zusehends schwanden und im gleichen Maße die Düsseldorferinnen ihre körperliche Präsenz mehr und mehr in die Waagschale werfen konnten, bessere und vor allem schnellere Lösungen gegen die Gäste fanden, wuchs der Rückstand kontinuierlich. „Trotzdem hoffe ich, dass die Mädels wahrgenommen haben, dass es ein Fortschritt war, für die wir uns in den nächsten Spielen dann auch belohnen wollen!“, sagte der Neusser Coach bereits wieder optimistisch.

 

Dass die Neusserinnen am heutigen Sonntagmittag, vor gut gefüllten Rängen in der Düsseldorfer Graf-Recke-Sporthalle, nicht gewillt waren das Derby abzuschenken, zeigten die Gäste in den Anfangsminuten deutlich. Sofort wollten sie offenbar auch zeigen, dass sie aus den vergangenen Partien gelernt haben und setzten die scheinbaren Erkenntnisse mit Bravour um. Die Belohnung, eine frühe 2:0-Führung, währte aber nicht lange und auch die Fortuna erwachte in diesem Spiel. Fortan boten die Teams ein Derby auf gutem Niveau, mit leichten Vorteilen für den NHV, der allerdings kein Kapital daraus schlagen konnte. Im Gegenteil – die Landeshauptstädterinnen drehten das Ergebnis zum 6:3 (13.), ehe die Neusserinnen wieder auf Schlagdistanz und zum Ausgleich kamen (8:8/17.). Bereits jetzt wurde aber deutlich, dass es eine Kraftfrage werden könnte, wer hier den Platz als Sieger verlassen wird. „Dass wir mit einem Rückstand in die Kabine gingen, war schade für meine Mädels. Vielleicht hätte es noch einmal ein paar Prozentpunkte freisetzen und für mehr Ruhe sorgen können, die uns im zweiten Durchgang sichtlich fehlten.“, sagte Hentschel.

 

Mit einem 4:1-Lauf starteten nämlich die Düsseldorferinnen deutlich besser in Halbzeit zwei. „Wir wollten wohl unbedingt den Rückstand schnell aufholen und machen dabei die alten Fehler. Reiben uns in unvorbereiteten Zweikämpfen auf, werden dadurch noch müder und finden zu spät wieder zur eigenen Spielkontrolle.“, so Hentschel. Es sollten weitere Rückschläge folgen. Zwei verworfene Siebenmeter, eine unglückliche rote Karte und ein konsequenter Gegner, der das Zwischenergebnis auf 22:14 (45.) vorentscheidend erhöhte. „Kompliment aber an mein Team, dass es sich danach nicht aufgegeben hat, sondern weiter kämpfte, wenn auch nicht immer klug.“, lobte Hentschel die Willensleistung der Neusserinnen. Dafür ernteten die Gäste auch den Respekt des Gegners, der sich beeindruckt zeigte von dem nicht enden wollendem Kampfgeist, der die 30:20-Niederlage aber auch nicht mehr verhindern konnte. „Mit der Kraft und Leistung der ersten Hälfte, hätten wir  vielleicht eine Überraschung schaffen können. So bleibt aber die Erkenntnis, dass wir auf einem guten Weg sind und uns nun bei den nächsten Gegnern auch mit Punkten belohnen wollen“, sagte Hentschel ebenso kämpferisch wie sein Team.

 

Bis die Neusserinnen die nächste Nagelprobe antreten können, dürfen sie aber erneut in eine zweiwöchige Pause gehen. Dann erwartet der Tabellenelfte den TuS Treudeutsch Lank (6.) zum kleinen Derby im Neusser Hammfeld (Sonntag, 10. Dezember 2017, 16.35 Uhr).

Zwischen Himmel und Hölle – Herzschlagfinale rettet Neusser Damen einen Punkt gegen Überruhr

Punkt gewonnen oder Punkt verloren? Wer, wie Damen des Neusser HV, innerhalb von dreißig Sekunden, noch einen Zwei-Tore-Rückstand praktisch mit der Schlusssirene zum 23:23 (11:7)-Remis gegen die SG Überruhr dreht, der darf sich noch als Gewinner fühlen. Zumindest moralisch. Am Ende ist es aber auch eine vergebener Heimsieg, denn die Gastgeberinnen dominierten die erste Halbzeit mit ihrer sattelfesten Abwehr und schienen sicher auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch irgendwo an dieser Biegung, in der Halbzeitpause, nahm das NHV-Team die falsche Richtung und präsentierte sich in der Folge fast apathisch. Mehr noch, sie luden die Gäste förmlich dazu ein, wieder mitzuspielen und sogar an ihnen vorbeizuziehen, weil sie im Angriff keinen Ball mehr im Gehäuse von Vanessa Seckelmann unterbrachten oder den Ball vorher verloren. Als dann die Defensive zudem bedrohlich wackelte, schien alles auf eine enttäuschende Heimniederlage hinauszulaufen. Doch dann kamen noch einmal dreißig Sekunden, die die Achterbahnfahrt der rund 100 Zuschauer noch einmal beschleunigte – mit positivem Ausgang für die Neusser Damen.  

 

„Für die Moral der Mädels ist der eine Punkt, wie er dann am Ende zustande kam, definitiv ein Plus!“, sagte Trainer Christian Hentschel nach der abwehrbetonten und am Ende dramatischen Partie. Gänzlich zufrieden werden sie im Neusser Lager aber auch nicht sein. Und das zu Recht. Zu überlegen wirkte das, was die Neusserinnen in der ersten Halbzeit aufs Parkett brachten. Ohne wirklich zu glänzen, hatten die Gastgeberinnen die SG Überruhr scheinbar sicher im Griff. Die Abwehr ließ kaum gute Tormöglichkeiten der Gäste zu und die Offensive spielte disziplinierter und unaufgeregter als zuletzt, wenn auch manchmal sichtlich das Tempo fehlte. Trotzdem wuchs die 2:1-Führung (3. Minute), bis zum 8:4 (22.) und 11:6 (29.), beständig an. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff verkürzten die Gäste wieder auf 11:7, blieben aber bis dahin den Anspruch schuldig, einen oder mehr Punkte mitnehmen zu können.

 

Das änderte sich schlagartig in der zweiten Halbzeit. Im gleichen Maße, wie die Hausdamen abbauten und immer hektischer oder wahlweise apathisch agierten, witterten die Gäste Morgenluft. „Überruhr war mental eigentlich schon weg vom Fenster. Wir haben sie aber mit Nachdruck eingeladen wieder teilzunehmen und mitzuspielen“, ärgerte sich Hentschel. Weil auch die Defensive plötzlich schwächelte, kamen die Gäste nicht nur wieder bedrohlich nahe, sie übernahmen nach 47 Minuten (16:17) auch erstmalig wieder die Führung nach dem 0:1. Mehr noch – die SG erhöhte bis zum 16:19 (49.). Jetzt waren es die Gastgeberinnen die mental angeschlagen waren, auch wenn sie immer wieder bis auf einen Treffer herankamen. Spätestens mit dem 21:23 durch Amelie Polutta, zwei Minuten vor dem Ende und „erst Recht nach den beiden vergebenen Großchancen, war die Messe eigentlich gelesen. Die Manndeckung war das letzte Mittel“, sagte Hentschel, der dann hoffnungsvoll wie die Zuschauer auch, mit ansah, wie Luisa Teusch zum 22:23 verkürzte, 23 Sekunden vor dem Ende. Anwurf, eine Essener Spielerin vertändelt noch einmal den Ball, Madita Schut sprintet nach vorne, Lisa Klause passt und drei Sekunden vor dem Schlusspfiff netzt Schut zum Endstand ein. Während die SG-Spielerinnen enttäuscht zu Boden sinken, jubeln die Gastgeberinnen über den geretteten Punkt.  

 

„Wir wollten heute schwer schlagbar sein und haben das in der ersten Halbzeit und in den letzten beiden Minuten erreicht. Dazwischen liegt noch weitere Entwicklungsarbeit vor uns. Der Punkt und das positive Ende sind trotzdem wichtig, auch angesichts der kommenden Herausforderung in Düsseldorf und der darauf folgenden, erneuten Spielpause.“, resümierte Hentschel. Der kommende Spieltag führt die Neusserinnen zum ersten Derby dieser Saison. Bei Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 12. November, 13 Uhr), die sich nach dem Fehlstart in Überruhr am ersten Spieltag, seitdem verlustpunktfrei, bis auf den dritten Platz heraufgespielt hat, sind die NHV-Damen wieder die krassen Außenseiter. „Wir fahren aber nicht dahin, um freundlich die Punkte zu überreichen. Wir werden kämpfen bis zum Umfallen und wollen uns weiter entwickeln!“, sagte Hentschel abschließend.

Starke Neusser Aufholjagd bleibt unbelohnt – Köln entführt die Punkte aus dem Hammfeld

„Hätte, wäre, wenn…“ – es half kein Lamentieren, nach der knappen 21:23 (11:16-)-Heimniederlage des Neusser HV am späten Sonntagnachmittag. Mit beiden Punkten im Gepäck, reiste Fortuna Köln als neuer Spitzenreiter der Regionalliga Nordrhein in die Domstadt zurück. Dabei half den Gästen eine bärenstarke Anfangsphase, in der sie die spürbare Verunsicherung der Neusserinnen auszunutzen wussten, die kaum einen Fuß auf den Boden bekamen. Erst danach und spätestens nach der Halbzeitpause, dominierten aber plötzlich die Gastgeberinnen die Partie. Mit einer nun unnachgiebigen Defensive, waren die Neusserinnen immer wieder nah am Ausgleich, verpassten aber die sich bietenden Chancen und liefen am Ende erfolglos dem Rückstand hinterher. Während die glücklichen Kölnerinnen erleichtert ihren vierten Sieg im vierten Spiel feiern konnten, waren die NHV-Damen zwar geknickt, angesichts von nun 2:6 Punkten aber auch zuversichtlich, dem Punktekonto in den nächsten Wochen wieder Zähler hinzufügen zu können. Die nächste Gelegenheit bietet sich den Quirinusstädterinnen am kommenden Samstagabend, wenn sich der Neusser Tross ins oberbergische Strombach begibt (Samstag, 14. Oktober 2017, 18 Uhr).

 

Hätte es nur die ersten zehn Minuten nicht gegeben! „Meine Mädels wirkten noch arg verunsichert, haben sich regelrecht einschüchtern lassen, von allerdings starken Kölnerinnen!“, sagte Trainer Christian Hentschel zum Spiel seines Teams. Die Abwehr nur zaghaft und reagierend, überließ den Gästen die Regie, die mit viel Tempo die Löcher in die Neusser Abwehr rissen. „Leider hat meine Idee, mit einem veränderten System, auf die unberechenbare und flinke Hannah Haase eine Antwort zu finden, überhaupt nicht funktioniert. Das nehme ich auf meine Kappe!“, sagte Hentschel, der aber auch die mäßige und zu fehlerhafte Angriffsleistung monierte. So hoch das Tempo der Kölnerinnen, so langsam wirkte dagegen jede Angriffsbemühung der Neusserinnen. Folgerichtig – der NHV lag nach zehn Minuten mit 2:9 im Hintertreffen. Kurz zuvor hatte der Neusser Coach zur Auszeit gebeten, die Abwehr umgestellt und plötzlich zeigten die Gastgeberinnen eine Reaktion auf das erneut drohende Ungemach. Der NHV verkürzte, mit einer besseren Abwehrleistung und weniger einfachen Fehlern in der Offensive, schnell auf 5:9 (15.). Es folgte aber eine zweite Schwächephase des Neusser Angriffsspiels, die die Kölnerinnen noch einmal auf 6:13 (18.) enteilen ließen. Mühsam nagten die Hausdamen an diesem Vorsprung, den sie bis zur Pause auf 11:16 verkürzten.

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte setzte sich dann das fort, was sich bereits am Ende der ersten Halbzeit andeutete. Die Neusserinnen waren nun voll im Spiel und setzten ihrerseits den Kölner Angriff massiv unter Druck. Ganze sieben Minuten blieben die Gäste ohne eigenen Torerfolg und die Quirinusstädterinnen verkürzten weiter auf 14:16 (38.). „Wir hatten schon zu diesem Zeitpunkt und auch später die Chance auf den Ausgleich, was noch einmal richtig Auftrieb gegeben hätte. Leider treffen wir genau dann keine guten Entscheidungen.“, sagte der Neusser Coach, der sein Team immer wieder bis auf ein Tor verkürzen sah (17:18/43., 19:20/46., 20:21/50.). Die Vorentscheidung fiel dann bereits in der 54. Minute, als erst die im Angriff treffsicherste Neusserin Isabel Kaphahn mit einer Zeitstrafe belegt wurde und dann Jessica Lindenthal zum 20:23 erhöhte. Zwar gelang den Kölnerinnen kein weiterer Treffer mehr aber auch der NHV netzte nur noch zum 21:23 ein. „Die Zeit rann uns durch die Finger und wir sind nicht mehr rangekommen. Glückwunsch an Köln aber auch großer Respekt für meine Mädels für diese leidenschaftliche zweite Halbzeit!“, sagte der Neusser Coach abschließend.

 

Trotz der Niederlage – den Neusserinnen wird hoffentlich diese zweite Hälfte den nötigen Auftrieb für die kommenden Spiele verleihen. „Wir haben erlebt, dass wir auch eine Topmannschaft wie die Fortuna richtig ärgern können, wenn wir als Team alles reinwerfen und weiter dazulernen! Daran wollen wir anknüpfen, dann werden wir auch wieder belohnt!“, sagt Hentschel überzeugt. Der nächste Prüfstein wird der TV Strombach sein. Bei den Oberbergischen (Samstag, 14. Oktober 2017, 18 Uhr, Moltkestraße), die unter der neuen Führung der ehemaligen Nationalspielerin Meike Neitsch, eine tolle Entwicklung genommen haben, erwartet die Neusserinnen erneut ein Team mit „Highspeed“-Handball. „Das wird eine schwere Nuss, die wir knacken wollen“, übt der Neusser Coach noch Zurückhaltung.