Autor: MEggert

„Die Jungen Wilden“ bereiten sich auf die 4.Liga vor

(nhv/GL) Seit drei Wochen darf unsere erste Herren – „Die Jungen Wilden“ -endlich auch in der Halle Gas geben. Trainer Gilbert Lansen lässt die Jungs ordentlich schwitzen – sechsmal in der Woche powern sie sich in abwechslungsreichen Einheiten aus.

Schon in der ersten Woche stand ein Heimtrainingslager an. Neben den „Jungen Wilden“ trainierte auch die männliche A- und B-Jugend am Wochenende in der Halle. Unterstützt wurde Gilbert Lansen von C-Jugend Trainer Fabian Bleckat und dem A-Jugend Trainer Julian Fanenbruck.

Während der Trainingseinheiten wurden die Mannschaften immer wieder gemischt, sodass sich die Spieler untereinander kennenlernen und auch positionsspezifisch arbeiten konnten.

Ein großes DANKESCHÖN geht an die tolle Unterstützung der Eltern der B-Jugend und A-Jugend, welche die Verpflegung am Wochenende organisierten und eine tolle Auswahl an Obst, warmen Mittagessen und Snacks mitbrachten. Ein Highlight des Wochenendes war das gemeinsame Grillen am Samstagabend, wobei die erste Herren diese Zeit noch einmal nutzte um sich innerhalb des Teams zu organisieren und weiter kennenzulernen.

Das Trainingslager war aus Sicht der drei Trainer ein großer Erfolg. Neben spielerischen Einheiten arbeiteten alle Spieler mit großer Motivation an ihren konditionellen Fähigkeiten und vertieften neue Abläufe und mannschaftsübergreifende Spielkonzepte.

Man freut sich jetzt bereits über eine mögliche Erweiterung im nächsten Jahr – einem Trainingslager für die komplette männliche Abteilung des NHV.

Eine Woche später bestritten „Die Jungen Wilden“ ihre ersten Testspiele. Am Samstag (25.07.2020) überraschte die Mannschaft beim TuS Lintorf 08 mit einer effektiven offensiven Deckung gepaart mit einem guten Zusammenspiel mit den Torhütern. Das Spiel wurde mit 10 Toren für Neusser entschieden, obwohl aufgrund von Urlaub und Verletzungen nur ein dezimierter Kader auf der Platte stand.

Im zweiten Testspiel am Folgetag (26.07.2020) gegen den OSC Rheinhausen wurde die doppelte Belastung für die nicht vollständige Mannschaft an diesem Wochenende deutlich erkennbar.

Zwar konnten „Die Jungen Wilden in der ersten Halbzeit noch gut mithalten, jedoch stellte der gegnerische Trainer Thomas Molsner seine Abwehr zur zweiten Halbzeit so um, dass Aaron Rothkopf (A-Jugend) als einer der drei Rückraumspieler in Manndeckung in seiner hohen Trefferquote (66%) gebremst wurde.

Weitere zwei Testspiele bestritten wir am letzten Wochenende gegen den HVM-Oberligisten TK Nippes und ein Rückspiel gegen den TuS Lintorf 08. Beide Spiele konnten „Die Jungen Wilden“ für sich entscheiden.

Als Fazit der letzten drei Wochen steht für Trainer Gilbert Lansen fest:

„Wir haben eine junge sehr talentierte und motivierte Truppe zusammen, die bis zum geplanten Saisonanfang am 29.08. weiter zu einer Einheit geformt wird. Manche Spieler starten ihre erste Saison im Seniorenbereich nun in der starken 4.Liga und stehen vor besonderen Herausforderungen.

Die Vorbereitung der Ligasaison stand wie bei allen Mannschaften unter dem Zeichen von Corona und damit verbundenen Restriktionen im Mannschaftsspiel. Viele Abläufe müssen noch automatisiert werden und daher freuen sich alle auf den Wettbewerb. Ich bin guter Dinge, dass wir uns an das Niveau der vierten Liga gewöhnen werden. Wir alle müssen Geduld beweisen und aus jeder Einheit und jedem Spiel das Maximium heraus holen.

Ab Dienstag können wir bis auf die Langzeitverletzten Til Klause und Lukas Menze zum ersten Mal in der 2.Vorbereitungsphase mit dem kompletten Kader trainieren.“

Deutschland wirft sich warm – der Weltrekord

 Liebe Handballfreundinnen, 

Liebe Handballfreunde, 

unter dem Slogan „Deutschland wirft sich warm – der Weltrekord“ wird es am Samstag, den 12.09.2020, einen bundesweiten Wettbewerb geben, an dem alle Handball-Mannschaften teilnehmen können. Gemeinsam Handballgeschichte schreiben – Deine Mannschaft für Deinen Verein. Seid Ihr bereit, einen Guinness World Records – Weltrekord aufzustellen? 

Der Weltrekord-Versuch „Most handball passes by a team in 1 hour“ wird in dem Zeitraum 10.00 Uhr – 17.00 Uhr stattfinden. Dieser Zeitraum wurde gewählt, um eine eventuelle Hallenproblematik zu umgehen. Nicht jeder Verein verfügt über mehrere Hallen, sodass durch den gegebenen Zeitraum mehrere Mannschaften eines Vereins teilnehmen können. Welche Mannschaft schafft es, die meisten Handball-Pässe innerhalb 60 Minuten zu spielen? Welche Mannschaft darf sich nach dem Wettbewerb mit der Guinness World Records – Urkunde rühmen? 

Der Handballsport braucht mediale Aufmerksamkeit. Das ist die Intention hinter diesem großartigen Projekt. Zudem wird durch dieses Projekt ein gemeinnütziger Zweck unterstützt. Jede Alters- und Spielklasse kann an diesem Wettbewerb mitmachen, egal ob groß oder klein. 

Gespielt wird in einem vorher markierten Feld. Die 10 Teilnehmer/Innen stehen an der jeweiligen Markierung mit einem Abstand von 5m zueinander. Mit einem Schiedsrichter-Pfiff als Startsignal starten die 60 Minuten. Welche Mannschaft stellt den Guinness World Records – Weltrekord auf? Das Team muss versuchen, so viele Pässe wie möglich zu spielen. Dabei ist es wichtig, dass der Pass gefangen und mit einer Hand / beiden Händen gespielt werden muss. Nur dann zählt der Pass. Bei einem gescheiterten Fang-/ Passversuch wird lediglich dieser Pass nicht gewertet. 

Um einen neuen Rekord aufstellen zu können, muss die Grenze von 1.500 Pässe innerhalb der 60 Minuten übertroffen werden. Der Handball muss in einer bestimmten Reihenfolge gepasst werden. Das genaue Regelwerk findet Ihr in dem angehängten Dokument. 

Mit einem Schiedsrichter-Pfiff als Endsignal wird die erreichte Passanzahl in einem dafür vorgefertigten Dokument notiert. Der gesamte Rekordversuch muss per Video aufgezeichnet werden. Innerhalb 60 Minuten nach Rekordversuch müssen die geforderten Unterlagen beim HVSH eingehen. Am Montag, den 14.09.2020, werden die drei besten Mannschaften an Guinness World Records geschickt, woraufhin alle Beweise geprüft werden. 

Aufgrund der derzeitigen Situation um die Corona-Pandemie wird eine offizielle Urkunden-Übergabe durch einen Guinness World Records – Rekordrichter zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, dazu ergeht eine gesonderte Einladung. 

Die Teilnahmegebühr jeder teilnehmenden Mannschaft beträgt 50,00 €. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein für den Weltrekordversuch extra angefertigtes T-Shirt zu bestellen. Das Anmeldeformular sowie das Dokument für die T-Shirt-Bestellung findet Ihr ebenfalls in dem angehängten Dokument oder auch auf unserer Homepage. 

Seid Ihr dabei? 

Wir freuen uns auf einen tollen Weltrekord-Versuch und hoffen, dass das Interesse vieler Mannschaften geweckt wird. „Deutschland wirft sich warm – der Weltrekord“. 

Ansprechpartner: 

Kathi Schmöde 

weltrekord@hvsh.de 

Praxisnähe und Hilfe? In 1,5m…..

(nhv/ME) 29.07. 09:20 …. mal wieder einen Blick in die Welt der Verordnungen und Richtlinien werfen… Was mag es wohl neues geben als Hilfe zur Saisonvorbereitung unter erschwerten Bedingungen? Auf welcher Grundlage führen wir denn nun Testspiele aus? Welche Maßnahmen können wir gestalten um verantwortlich mit Aktiven, Betreuern, Offiziellen, Begleitern und Zuschauern Handballspiele zu erleben…

Maileingang 29.07. 11:12 : Der WHV veröffentlicht „Änderung der Interpretation nach Intervention des LSB bei der Landesregierung“

Es gilt (somit) ab sofort folgende Interpretation des §9 (2) CoronaSchVO bis zum 11. August 2020:

Die 30 Personen beziehen aktive Spieler*innen und eingewechselte Ersatzspieler*innen mit ein, also alle, die in den gezielten Kontaktsport gehen. Nicht einzubeziehen sind alle Personen, die – wie beim normalen Sport – die 1,5 m Abstand einhalten, also Trainer*innen und nicht eingewechselte Ersatzspieler*innen und Schiedsrichter*innen, selbst wenn bei dem/der Schiedsrichter*in ein minimales Kontaktrisiko besteht, das bei Sportgruppen wie z. B. beim Joggen etc. auch besteht. Die nicht in die 30-er Gruppe zu zählenden Personen müssen aber die 1,5 m Abstand einhalten.“

Unfassbar…. 1,5m Abstand… alle beten es nach… Wo kommt dieser Wert eigentlich her? Ich empfehle dazu diesen Artikel „D. Lohse, Die Abstandsregel in Zeiten von Corona, Physik Journal, Mai 2020, S. 18“ bzw. für weitere Infos diesen Link

Also eine Untersuchung aus den 30er Jahren zur Ausbreitung von Tuberkulose gibt den Maßstab für eine komplette Denkstruktur vor. Aktuelle Abeiten von Lydia Bourouiba vom MIT zeigen, dass dieser Wert vollkommen unzureichend ist… Aber wir haben zumindest eine Krücke für alle, die an etwas glauben müssen. Glaube mag zwar Berge versetzen, aber pragmatisches Krisenmanagement erfordert klaren Sachverstand und transparente Maßstäbe.

Diese Klarheit würde ich mir auch bei den Verfassern und Schöpfern von Verordnungen, Leitplanken und anderen Richtlinien wünschen. Wir haben nun aber eine theoretische Grundlage zur Durchführung von Spielen. Aber die Umsetzung bleibt bei den Vereinen. So absurd das auch immer aussehen mag.

30 Personen Regel für die, die in den gezielten Kontaktsport gehen.

Dazu zählen nicht:

  1. Schiedsrichter
  2. Trainer
  3. nicht eingewechselte Ersatzspieler
  4. Kampfgericht

Beispielanwendung 1:
Bei einem Timeout steht nun also die Gruppe der nicht eingewechselten Spieler zusammen mit dem Trainer in 1,5m Abstand von den schwitzenden und keuchenden Aktiven und gibt die taktischen Anweisungen in geheimer Gebärdensprache weiter um nicht abgehört zu werden bzw. durch lautes Brüllen einen erhöhten Ausstoß von Aerosol zu vermeiden. Dazwischen tänzelt das Schirigespann zwischen Mannschaften und Wischern zum Tisch und gleicht die Karten über die Plexiglasscheiben ab – natürlich unter permanenter Absicherung nach hinten auf die Platte um eine Annäherung eines Aktiven von einem nicht eingewechselten Ersatzspieler zu unterscheiden. Die Laufwege werden natürlich mit Tape zu den bereits vorhandenen multifunktionalen Bodenmarkierungen zu einem bunten Schnittmuster ergänzt.

Beispielanwendung 2:

Am Spieltag werden nach dem Spiel die Jugendspieler rausgeschmissen um eine Vermischung mit dem Publikum beim folgenden Seniorenspiel zu verhindern – alternativ kann aus dem Verschnitt der Plexiglasscheiben (s.o.) ähnlich zu einer Raucherlounge ein „Corona-Aquarium“ für Aktive im Zuschauerraum errichtet zu werden um Vereinsleben und Teilnahme zu pflegen.

Beispielanwendung 3:

Hier möchte ich um einer sinnverfälschenden Weitergabe von Informationen entgegen zu wirken lieber direkt wörtlich zitieren:

Die Erhebung kann datenschutzkonform am besten mittels einzelner Erfassungszettel erfolgen, auf denen die nach der CoronaVO zu erhebenden Daten, und nur diese, seitens der an der Sportausübung beteiligten Personen selbst eingetragen werden.Sofern mit Erfassungslisten gearbeitet wird, ist darauf zu achten, dass keine Person die Daten anderer Personen zur Kenntnis nehmen kann. Der Verantwortliche sollte deshalb die nach der CoronaVO zu erhebenden Daten erfragen und selbst in entsprechende Listen eintragen. Damit könnte zugleich die Lesbarkeit der erhobenen Daten sichergestellt werden, soweit die Listen manuell in Papierform geführt werden. Ein eigenständiges Eintragen der Kontaktdaten durch die betroffene Person (in manuelle Listen) ist aus Datenschutzsicht nur zulässig, wenn vorherige Einträge abgedeckt werden. Es dürfen nur die Daten erhoben werden, die gemäß Corona-Verordnung verlangt werden.
Für jeden Tag sollte zudem eine neue Liste begonnen werden, um so taggenau den Löschfristen nachkommen zu können.

Dieses Verfahren wird dann unter Echtzeitbedingungen mit 300 Zuschauern durchgeführt… Noch Fragen Hauser? Nein Kienzle….

Pragmatische Hilfen? Fehlanzeige.

Grotesk wird es dann, wenn sich die Halle leert und man sich zum geselligen Beisammensein in der Düsseldorfer Altstadt trifft… Spätestens dann braucht man sicher mehr als 1,5m Abstand…. zur Absurdität….

Martin Eggert, Vorsitzender Neusser Handballverein e.V.

Gedanken zur Entwicklung des Handballs

(nhv/ME) Auch in Zeiten von Corona und den damit verbundenen Schwierigkeiten einen geordneten Trainings- und Spielbetrieb zu realisieren, muss der Blick der Vereine und Verantwortlichen natürlich auf eine mittel- bis längerfristige Planung zur Stabilisierung und Gewinnung von Aktiven für den Handballsport gerichtet sein.

Basis für eine solche Betrachtung ist zunächst einmal trockene Statistik, die leider viel zu selten klar dargestellt wird. Daher hier die Zusammenfassung der offiziellen DOSB Auswertungen:

Auswertung der DOSB-Statistik für Handball von 2002-2019

Trotz aller schönenden Berichterstattung und der Interpretation von dem „Anstieg“ 2018 seitens des DHB ist die Aussage der Zahlen sehr ernüchternd.
Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Zahlen unter dem Einfluss der Pandemie entwickeln. In jedem Falle ist die Kurve besorgniserregend und muss zu einem Umdenken aller Verantwortlichen führen.

Die Attraktivität der Sportart wurde durch Medienanalysen nach Europa- und Weltmeisterschaften nachgewiesen und die Faszination durch Erfolge der Nationalmannschaft wurde in public-viewings, Autokorso und anderen Fanaktivitäten sichtbar. Leider gelingt es offensichtlich nicht diese „PS auf die Strasse zu bringen“.

Da man als ehrenamtlicher Vorstand in Zeiten von Corona sicherlich neben der mühsamen Akquise von Unterstützern und Sponsoren sowie der Aufrechterhaltung des Sportbetriebs nicht noch grundlegende Analysen liefern kann, sollte man aber die Eindrücke und Probleme des Tagesgeschäftes nicht losgelöst vom systemischen Umfeld betrachten und diese wachsam reflektieren und festhalten.

Wir müssen den Spagat zwischen Breitensport und Leistungssport in dieser hochattraktiven Teamsportart realisieren. Ohne den Leistungssport können wir keine Vorbilder präsentieren und den Sport nicht weiterentwickeln. Ohne breite Vereinsbasis ist die gesellschaftliche Verankerung und Finanzierbarkeit in Frage gestellt. Dazu sind gerade die aus dem Breitensport begeisterten ehrenamtlichen Helfer unabdingbar für die Realisierung des Spielbetriebs gerade auch für höherklassige Begegnungen mit personalintensiveren Anforderungen.

Neben dem Thema des Haftmitteleinsatzes sind auch die zum Teil abgerufenen Forderungen von Trainergehältern ein Problem für die Finanzen und die Entwicklung von Vereinen. Wir benötigen fundiert ausgebildete Trainer gerade in der Grundausbildung und müssen qualitative Maßstäbe einhalten, um in den Jugendklassen ebenfalls den weiteren Weg für Talente in den Spitzensport zu begleiten.

Ebenso wie bei der Schiedsrichtergewinnung ist ein Verein schnell an den Grenzen, wenn es darum geht qualitativ gute Übungsleiter als Eigengewächse zu entwickeln. Dafür ist die Breite oft nicht groß genug und die Art der Ausbildung zeit- und kostenintensiv. Die Schere öffnet sich also weiter.

Die Antwort können nicht trainierende Eltern sein. Ebenso sind ehemalige Spieler höherer Ligen nicht unbedingt geeignet diese Aufgaben zu übernehmen, da pädagogische Konzepte, Empathie und Psychologie nicht unbedingt zur Kernkompetenz dieser Gruppe gehören (die Ausbildung dieser Fertigkeiten fördert der DHB ja mit der verkürzten/vereinfachten A-Lizenz für Spieler die 1.Liga bzw. 2. Liga längere Zeit gespielt haben)

Wünschenswert wäre eine an die Bedürfnisse der Vereine angepasste Strategie den Eingang in die lizensierte Übungsleiterkarriere zu vereinfachen. Später könnten aus dieser Gruppe dann auch durch gezielte Fortbildungen weitere Weichen in ein professionalisierteres Umfeld gestellt werden. So könnten z.B. Absolventen der Sporthochschule ebenfalls verkürzt bzw. vereinfacht an eine B-Lizenz herangeführt werden. Leider scheint die Entwicklung ganz anders zu laufen.

So soll die B-Lizenz nun weiter professionalisiert werden und die zentrale Steuerung/Einflussnahme auf die Landesverbände nimmt seinen Lauf. Dazu äußert sich Dr. Patrick Luig (DHB Bundestrainer Wissenschaft und Bildung) in einem kürzlich veröffentlichten Interview
An dieser Stelle sei nochmals auf die o.g. Statistik hingewiesen.

Wir benötigen einen dringenden Kurswechsel um die Basis der Vereine zu stärken. Dies muss vor allem bezahlbar bleiben. Eine Professionalisierung macht nur Sinn, wenn diese sich auf einem breiten Fundament des Vereins und somit dem Breitensport abstützt – bestenfalls getragen von einer gemeinsamen Emotionalität und Begeisterung. Die gilt es herauszuarbeiten und medial zu verbreiten.

Professionelle Trainer, die vielleicht sogar nordamerikanische Vorbilder haben, werden an der Basis nicht zu einer Verbesserung der Situation führen, da die abgerufenen Gehälter sich auch aufgrund der Zuschauerproblematik und der ungewissen Situation für Sponsoren unter Corona nicht finanzieren lassen. Diese Spitzenkräfte sind sicherlich in der nationalen Spitze und im internationalen Vergleich unabdingbar.

Ich wünsche mir mehr kreativen und emotionalen Fokus auf die Basisarbeit für unseren Sport auch von den Verbänden – das kleine Einmaleins kommt vor dem großen.

Martin Eggert
Vorsitzender des Neusser Handballverein e.V.

Nachtrag und Interpretation zur Coronaschutzverordnung

Gerade erreicht uns vom WHV das Ergebnis von Nachfragen und Nachbesserungen zur CoronaSchuVO in der Fassung gültig zum 15.07.2020:

Liebe Mitstreiter*innen,

Nach erneuter Rücksprache mit dem LSB NRW, muss diese um eine wichtige Erweiterung/Präzisierung der Einordung ergänzt werden. Laut LSB NRW ist

§9 (2)                  „Die nicht-kontaktfreie Ausübung des Sport-, Trainings- und Wettbewerbsbetriebs ohne Mindestabstand während der Sportausübung ist nur mit bis zu 30 Personen zulässig, wobei die Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 1 sichergestellt sein muss.

nun wie folgt zu interpretieren:

  1. Mit „30 Personen“ sind nicht nur die teilnehmenden Athlet*innen zu beschreiben, sondern alle Teilnehmer an Training/Wettkampf, die vor, während oder nach der Trainingseinheit/ dem Wettkampf die Abstandsregel nicht einhalten können.
  2. Daraus folgt – Zeitnehmer/Sekretär, Schiedsrichter, Trainer und Betreuer sind entweder so zu positionieren und zu schützen, dass sie dauerhaft einen Abstand von 1,5 m einhalten können oder sie sind zu den teilnehmenden „Personen“ zu zählen.
  3. Daraus folgt – Testspiele/Meisterschaftsspiele sind zwar weiterhin theoretisch möglich, jedoch mit eventuellen Einschränkungen der „normalen“ – laut Regelwerk möglichen – Kadergröße und/oder mit erhöhtem organisatorischen Aufwand.

Kommentar des Westdeutschen Handballverband:

Wenn es die räumlichen Voraussetzungen möglich machen, könnten Zeitnehmer/Sekretär durch die Verwendung von Plexiglasabtrennungen geschützt werden (die so anzubringen sind, dass sie keine Gefahr für die aktiven Athlet*innen darstellen). Technische Besprechungen müssten dann ebenfalls so organisiert werden, dass jederzeit der Abstand gewahrt bleiben kann. Des Weiteren wäre es möglich, Betreuer/ Co-Trainer auf der Tribüne zu positionieren, sodass sie zu den „Zuschauern“ gezählt werden. Ein Aufenthalt bei den aktiven Athlet*innen (z.B. während einer Teambesprechung) wäre dann aber nicht möglich.

Teambuilding der „Jungen Wilden“

(GL/nhv) Die 1. Herren des NHV – „Die Jungen Wilden“ um Trainer Gilbert Lansen haben ihre erste Vorbereitungsphase hinter sich.

Beste Stimmung bei den „Jungen Wilden“

Aufgrund der Corona-bedingten Schließung der Neusser Hallen fand die siebenwöchige Vorbereitung ausschließlich draußen statt.  Unser Trainer brachte die Jungs entweder am Reuschenberger See oder bei der SG Holzheim auf der Bezirkssportanlage ins Schwitzen.

Im Vordergrund des Trainings standen zum einen die Verbesserung der individuellen athletischen Fähigkeiten, zum anderen wurde mit kleinen Spielen und kontaktlosen Wettkämpfen der Zusammenhalt und Mannschaftsgeist gefördert. 

Bis auf den verletzten Til Klause, der derzeit seinen Kreuzbandriss in der Reha ausheilt, konnte Gilbert Lansen auf das ganze Team zurückgreifen.

Zusätzlich wurden die A-Jugendlichen Aaron Rothkopf, Lennart Plehwe, Felix Danker und David Hasan-Zada in die Vorbereitung der ersten Herren eingebunden, da unserem Trainer sehr wichtig ist, in Zukunft die A-Jugendlichen immer wieder im Training und Spielen einzusetzen.

Der enge Austausch mit unserem A-Jugend Trainer Julian Fanenbruck begünstigte, dass die vier Jugendlichen die Chance erhalten haben, sich bei den Senioren zu beweisen. 

auch diese „Jungen Wilden“ können die Rückkehr auf die Platte kaum erwarten


Zum Abschluss der siebenwöchigen Vorbereitung besuchte das Team den Bash Room in Düsseldorf. In vier Teams traten die Spieler in verschiedenen Disziplinen, wie z.B. „Leitergolf“ oder „Turm bauen“ gegeneinander an. Nach dem zweistündigen Battle war das Siegerteam mit Sebastian, Robin, Steven und Gilbert ermittelt.

Zum Abschluss des interessanten und spaßigen Wettkampfs ließ man den Tag gemeinsam bei einem Italiener in Unterrath ausklingen und sorgte so für einen runden Abschluss der ersten Vorbereitungsphase.

Für die anschließenden zwei Wochen gab es für jeden Spieler einen Kraft- und Ausdauerplan, der von dem C-Jugendtrainer und Sportstudenten Fabian Bleckat erstellt wurde. 

Start der zweiten Phase ist der 13.07., wobei wir hoffen, dass wir endlich in der Halle mit Ball trainieren können

Corona-Warn-App der Bundesregierung im Einsatz für den Handball

Liebe Handballfreunde,

gemeinsam haben wir im Umgang mit Corona wichtige Ziele erreicht. Die Lockerungen und Öffnungen, die wir nun haben, erlauben uns einen Beginn der Aufnahme handballerischer Aktivitäten auch mit Kontakt. Wir stehen zusammen, indem wir Abstand wahren und unterstützen und schützen uns gegenseitig. Das ist auch eine Leistung, die wir als Team und Verein erbringen. Mit Erfolg haben wir die Verantwortung angenommen und getragen. Wir sind wieder auf dem Weg in eine Normalität und haben hart dafür gekämpft und verzichtet. Leider sind wir noch nicht am Ziel und sind mitten in der Crunchtime. Wir müssen gerade jetzt weitermachen, damit unsere Anstrengungen und Einschränkungen, die immensen Einschnitte und der Verzicht jeder und jedes Einzelnen nicht vergebens waren.

Unsere Verstärkung ist die Corona-Warn-App der Bundesregierung Künftig soll sie uns im Umgang mit Covid19 unterstützen. Mit der Installation kann jeder seinen Beitrag zur weiteren Bekämpfung der Pandemie leisten. Dank ihr schützen wir nicht nur uns und unsere Familie und Freunde sondern unser gesamtes Umfeld. Wir stehen gemeinsam einem Gegner gegenüber, den wir gemeinsam als Team bekämpfen müssen. Dies ist die Voraussetzung um bald wieder Handball in gewohnter Manier auf der Platte, in der Kabine und auf der Tribüne erleben können.

Daher unsere klare Bitte: ladet die Corona-Warn-App herunter und werdet Teil der derzeit größten und wichtigsten Gemeinschaft in Deutschland: Team Anti-Corona.

Macht Eure Freunde und Familien zu Teammitgliedern und Mitstreitern und ermutigt zum Installieren der Corona-Warn-App der Bundesregierung

Vielen herzlichen Dank für Euer Engagement und Eure Teilnahme

Vorstand des Neusser Handballverein e.V.

NGZ vom 17.06.2020 – Pressebericht zur Mitgliederversammlung vom 15.06.2020

Dirk Sitterle vom 17.06.2020:

„Spürbar zufrieden zog Martin Eggert nach der Mitgliederversammlung des Neusser HV Bilanz: „Wir haben eine gute Trendwende hingelegt.“ Nach zwei Insolvenzen und dem Absturz von der 2. Bundesliga in die Regionalliga Nordrhein sieht der Vorsitzende die NHV-Handballer wieder solide aufgestellt. Dass es dem krisengeschüttelten Verein gelungen sei, zur neuen Saison neben der Herren-Mannschaft unter anderem ein Damenteam für die Verbandsliga sowie die männliche A-, B- und C-Jugend für die Regionalliga Nordrhein mit Spielern zu bestücken, zeige deutlich, „dass wir verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen konnten.“

Zum ganzen Artikel hier -> https://rp-online.de/nrw/staedte/rhein-kreis/sport/handball-martin-eggert-fuehrt-den-neusser-hv-weiter-als-vorsitzender-an_aid-51682623

Foto: © Andreas Woitschützke

Ordentliche Mitgliederversammlung vom 15.06.2020 – Wahlen

In der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 15.06.2020 wurde der Vorstand des Neusser Handballverein e.V. neu gewählt.

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen

Martin Eggert – 1. Vorsitzender 

Tim Micus – stellv. Vorsitzender 

Wolfgang  Spangenberger – kommissarischer stellv. Vorsitzender
befristet für 1 Jahr

Die Abteilungsleitung Damen übernimmt Julia Jendretzki

Die Abteilungsleitung Herren übernimmt Josip Jurisic

Neuer Kassenprüfer ist David Stegemann

Alle Positionen wurden einstimmig gewählt und angenommen.