HSG Neuss Düsseldorf Verein Vorstand

Handballspielgemeinschaft

Liebe Mitglieder und Aktive des NHV und der HSG Neuss Düsseldorf,

zunächst möchte ich mich bei allen Mitgliedern und Aktiven für die derzeitige Situation in der männlichen Abteilung entschuldigen.

Als Vorstand sehe ich mich allen Mitgliedern gegenüber in der Verpflichtung bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um ihrer Leidenschaft dem Handballsport aktiv, passiv oder als Schiedsrichter mit Spaß zu folgen.

Trotz einer sehr emotionalen und erfolgreichen WM im eigenen Land, haben wir es nicht geschafft dieses Momentum zu nutzen und unsere Gemeinschaft zu stärken und motiviert auf den Abschluss der Saison, dem nahenden QuirinusCup mit vielen internationalen Gästen sowie den Herausforderungen der Saisonplanung 2019/20 zu fokussieren.

Wir haben uns aufgerieben, um den Scherbenhaufen zu beseitigen, der durch die Ereignisse in Düsseldorf und die Initiativen einzelner, durchaus hochmotivierter Protagonisten, entstanden ist. Diese Aufgabe bindet nunmehr seit Mitte Ende 2018 Personal und Ressourcen, die eindeutig besser in der Betreuung und Förderung unserer Aktiven aufgehoben gewesen wären. Dazu haben wir uns entgegen unserer eigenen Leitbilder verhalten, indem wir unserer Vorbildrolle im Bezug auf Förderung von “soft-skills” wie

Kommunikationsfähigkeit           Charisma
Belastbarkeit                             Empathie
Flexibilität                                 Interkulturelle Kompetenz
Anpassungsfähigkeit                 Präsentationsstärke

nicht gerecht geworden sind.

Diese Eigenschaften zu fördern ist aber neben dem Sport der eigentliche Gewinn eines gesunden Vereinslebens, welches wir nun wieder in den Mittelpunkt unserer Bestrebungen setzen müssen.

Wir als NHV suchen und fördern Menschen, die an ein gesundes Vereinsleben glauben und sich aktiv einbringen. Unser kleiner Verein muss sich auf diese Kernkompetenzen verstehen und daraus eine Stärke bilden um nach außen als Einheit aufzutreten.

Es gilt nun sich nicht fortwährend in Schuldzuweisungen und Aufarbeitung der Vergangenheit aufzureiben. Wir müssen uns auch weiter in der Region verwurzelt sehen und gerade unserer Verantwortung gegenüber unserem Nachwuchs gerecht werden, dass wir die Verunsicherung und die politisch/wirtschaftlichen Diskussionen nicht auf dem Rücken der Jugend und der Aktiven führen, die keineswegs zum Spielball von Interessen werden dürfen.

Dazu haben wir Strukturen geschaffen, die zunächst einmal durch eine finanzielle Absicherung für eine Fortführung des Trainings- und Spielbetriebs geprägt sind. Auf der Platte stehen NHV- und ART beheimatete Spieler und zusammen mit ihren Eltern und Trainern haben sie bereits klare Erfolge ihrer Gemeinschaft feiern dürfen. Die höchsten Klassen der Altersgruppen konnten bespielt und gehalten werden. Auch für die kommende Saison 2019/20 sind die Mannschaften bereits gemeldet.

Nach vielen Gesprächen kristallisierte sich eindeutig das Bild, dass in den Hallen schon mehr „Vikings“-Leben zu spüren war, als es von der HSG wahrgenommen bzw. umgesetzt wurde. Der HSG Vorstand hat eindeutig zu wenig Signale gesandt und hat sich aufgrund der komplexen Verwaltungs- und Finanzfragen nicht genug um die Bedürfnisse und Emotionen der Aktiven und vielen pragmatischen Unterstützer gekümmert, dies wird zukünftig besser werden.

Dazu muss eindeutig festgehalten werden, dass das Denken in einem Verein nicht beim Leistungssport oder gar der Jugend enden darf. Unser Bestreben ist es von Breiten- bis Leistungssport und den jüngsten Anfängern bis Senioren mit Herz und Verstand eine Handballheimat zu bieten und zu gestalten.

Damit auch nach einem Rückzug des ART aus der HSG – den wir nicht befürworten und aufgrund der bereits erzielten Erfolge sehr bedauern würden – eine Fortführung der Spielgemeinschaft gewährleistet ist, haben wir einen neuen Verein gegründet, der in Düsseldorf beheimatet ist. Ohne Euch mit Paragrafen und Bestimmungen zu überfordern (die verbandsrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Grundlagen sind umfangreich und werden von Fachkundigen eingehend geprüft und umgesetzt) soll dies in diesem Rahmen genügen, um Euch die Sicherheit zu geben, dass die Gemeinschaft bereit ist nach vorne zu schauen und neue Ziele anzuvisieren.

Zusammenfassend möchte ich festhalten:

  • Der Fortbestand unserer Spielgemeinschaft ist finanziell und rechtlich abgesichert.
  • Sportlich stellen wir gerade Teams für die Saison 2019/20 auf und bestücken diese mit Trainern. Dazu führen wir Gespräche mit allen Beteiligten.
  • Wir fühlen uns weiter dem Gedanken einer gemeinsamen Etablierung von Handball in der Region weit über die Stadtgrenzen hinaus verpflichtet.
  • Das Augenmerk gilt nun den Aktiven, denen wir eine „störungsfreie“ Ausübung ihres Sports und Freizeitaktivitäten gewährleisten müssen.

Auf diesem Wege, der sicher auch steinig und zäh wird, werden wir gemeinschaftlich auch wieder höherklassige Erfolge erzielen können. Nachhaltiger und vor allem freudvoller als über den Weg des „Verkaufs des Lachens“ oder dem Beugen vor egozentrischen Partikularinteressen. In diesem Sinne mit Herz und Verstand und für den Handball

Martin Eggert
1. Vorsitzende des Neusser Handballvereins e.V.
Kassenwart der HSG Neuss Düsseldorf
Turnierverantwortlicher des QuirinusCup

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