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NHV-Damen durchbrechen Negativ-Serie bei den Panthern

Der Bock wurde noch nicht vollends umgestoßen. Das 28:28 (17:14)-Remis bei den Bergischen Panthern, mit dem die 1. Damen die fünf Spiele andauernde Niederlagenserie stoppen konnten und damit auf den 11. Rang kletterten, fühlte sich für die Gäste trotzdem wie ein Sieg an. Zumal die Neusserinnen noch zur Halbzeit und unmittelbar nach dem Wiederanpfiff, fast aussichtslos zurücklagen und kaum Zugriff auf den Angriff der Panther bekamen. Mit einer Energieleistung und einer sich stetig steigernden Defensive, gelang jedoch noch das Unmögliche und sogar der Sieg war noch drin. Doch bereits der eine Punkt ließ die Neusserinnen vom drittletzten Platz, auf den elften Rang klettern.  „Wir trauern nicht einer möglichen Siegchance hinterher, sondern sind erleichtert und freuen uns riesig, dass wir wieder etwas Zählbares in den Händen halten!“, sagte Trainer Christian Hentschel nach der Partie. Dabei sah es zunächst nach einer Wiederholung des Hinspiels aus, in dem die Bergischen Panther den Neusserinnen mit 37 Treffern, die bisher meisten Gegentore einschenkten. Dem NHV gelang zwar die 21-fache Torschützin des ersten Vergleichs, Jennifer Jörgens, an die Kette zu legen, dafür trumpfte in diesem Spiel die jüngere Schwester Lucy groß auf und sorgte für die entsprechende Unruhe und 17 Gegentreffern zur Pause. Mit neuem Schwung, vor allem defensiv, sollte es in die zweite Halbzeit gehen, die aber gleich zum Fehlstart geriet. Aus dem 17:14-Halbzeitstand machten die Panther schnell ein 20:15 (36. Minute) und profitierten dabei von Nachlässigkeiten im Angriff der Neusserinnen. „Dann ging ein Ruck durchs Team. Auf dem Feld, auf der Bank und auf der Tribüne! Wir haben uns selbst aus dem Schlamassel gezogen!“, lobte Hentschel die mentale Stärke seines Teams, das wohl auch einen Extra-Schub erfuhr, durch das Comeback von Jacky Sorg. Die Rückraumspielerin, die in der bisherigen Saison noch gar nicht zum Einsatz kommen kam und heute Nachmittag wieder die Verantwortung für die Siebenmeter übernahm, netzte konsequent ein. Turbulent geriet die Schlussphase, als beide Teams die Möglichkeit zum Sieg hatten, der NHV sogar den letzten Angriff ausspielen durfte. Doch dieser blieb in den Armen der Gastgeberinnen hängen. „Dieser Punkt wird uns für die kommenden Aufgaben Selbstvertrauen geben. Wir dürfen nur nicht nachlassen im Training und weiter als Team – und dazu gehören auch unsere zweite Damen, die uns aktuell toll unterstützen – diese Aufgabe angehen!“, blickte Hentschel auf die nächsten Partien voraus. Das nächste Spiel bestreiten die Neusserinnen im heimischen Hammfeld, wenn der Tabellenletzte VfL Rheinhausen (24. März 2019, 16.15 Uhr) zu Gast ist.

Beim Neusser HV schrillen nach weiterer Heimniederlage die Alarmglocken!

Die Situation wird langsam prekär. Statt den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu erhalten, rutschten die 1. Damen des Neusser HV nach der neuerlichen 31:39 (16:22)-Heimniederlage gegen den letztjährigen Vizemeister Bergische Panther, auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Eben jenen Platz, den die Gäste bisher inne hatten. Der Absteiger aus der Regionalliga Nordrhein, der sich eigentlich im oberen Tabellendrittel wiederfinden wollte, bot zwar selbst eine der stärksten Offensivleistungen der vergangenen eineinhalb Jahre, jedoch auch die wohl schwächsten zwanzig Minuten in der Defensive im selben Zeitraum. Vor allem der mit rund zwanzig Treffern, herausragenden Gäste-Torjägerin Jenny Jörgens, überließ man überraschend viel Raum zur freien Entfaltung.

 

„Nach 39 Gegentoren und alleine rund  20 Treffern durch Jenny, bleiben keine Fragen offen. Offensiv war das insgesamt eine gute Leistung, defensiv dagegen in den jeweils letzten zehn Minuten der Halbzeiten und insgesamt in der gemeinsamen Verteidigung gegen Jenny, teilweise naiv und alles andere als gut!“, schimpfte Trainer Christian Hentschel auch nach dem Spiel. Dabei sah es nach rund 20 Minuten noch nach einem möglichen Erfolg gegen die ebenfalls nicht gut in die Spielzeit gestarteten Gäste aus. Mit 12:9 und 14:12 lagen die Gastgeberinnen noch bis zur 20. Minute in Front, ehe eine Zeitstrafe gegen Kim Klause das Unheil einleitete. Innerhalb von Minuten drehten die Panther das Spiel nicht nur und schöpften daraus Kraft, sondern starteten eine 10:2-Serie bis zum Pausenpfiff.

 

Zum Wiederanpfiff schienen sich die Neusserinnen gesammelt zu haben. Plötzlich war der Zugriff  in der Abwehr wieder vermehrt vorhanden und auch die Torchancen wurden wieder besser genutzt. Und auch die Bergischen wirkten beeindruckt vom aufflackernden Kampfgeist der Gastgeberinnen, die sich noch einmal bis zum 26:28 herankämpften. „Wir fallen dann aber wieder ins Loch, kassieren drei, vier Treffer in Serie, weil wir vorne nicht treffen oder falsche Entscheidungen treffen und die Gegenstöße durch Jörgens nicht verhindern können, die von der eigenen 6-Meter-Linie losläuft…“, fasst der Coach die letzten zehn Minuten zusammen.

 

„Es wird jetzt hoffentlich auch die Letzte verstanden haben, dass jede mit Einsatz, selbstkritischem Verhalten und Leistung in den Topf einzahlen muss, um am Ende in dieser Liga wieder erfolgreich sein zu können. Momentan sind wir da zu berechenbar. Wir haben keine Übermannschaft und einen dünnen Kader aber können trotzdem als Team sehr stark sein, wenn wir positiv und hart miteinander arbeiten und lernen wollen!“, packt der Trainer, vor dem nun schon als erstem Schlüsselspiel erscheinenden Duell gegen den Ligaletzten Rheinhausen (Samstag, 3. November 2018, 16.15 Uhr), seine Spielerinnen an der Ehre.

 

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