Die 1. Damen des Neusser HV klettern aus dem Tabellenkeller – Heimsieg gegen Straelen

Bei den Damen des Neusser HV scheint der Knoten geplatzt! Nach dem knappen Auswärtserfolg in Rheydt, ließen die Neusserinnen einen verdienten 32:28 (15:12)-Erfolg gegen den SV Straelen folgen. Und in diesem Heimspiel, vor einer zahlreichen und lautstarken Kulisse, boten die Gastgeberinnen vor allem eines – einen beherzten und und leidenschaftlichen Kampf, mit spielerischen Akzenten, die mehr werden. In der zweiten Hälfte entschieden die NHV-Frauen die Partie mit einer Leistungssteigerung in der Defensive und konsequentem Tempospiel. Die ratlos und beeindruckt wirkenden Straelenerinnen blieb nur noch am Ende zu verkürzen, der den klaren Erfolg jedoch nicht mehr gefährden konnte. Mit den Punkten drei und vier in der Tasche, klettern die Gastgeberinnen in der Tabelle nach Oben und belegen nun den 10. Platz in der Oberliga Niederrhein.

Gleich zu Beginn, nach der frühen 3:1-Führung (8. Minute), dokumentierten die NHV-Frauen Selbstbewusstsein. Eine kompakte und dennoch aggressiv gegen den Ball agierende Abwehr, zeigte Wirkung bei den Gästen aus der Blumenstadt, die trotzdem noch einmal zum 4:4 ausgleichen konnten. Fortan bestimmten die Gastgeberinnen das Geschehen. Das änderte sich auch nicht, als der SVS die Time-Out-Karte (13. Minute) zog, sondern erst, als die Neusserinnen etwas im eigenen Angriff überdrehten und Gäste-Kreisläuferin Zoé Daguhn nicht zu stoppen war. Aus der komfortablen 8:4-Führung, machten die Gästen binnen zehn Minuten, eine 10:12-Führung. Statt nun einzubrechen wie in den ersten Saisonspielen, beantwortete der NHV den Führungswechsel mit wütenden Angriffen und einer noch zupackenderen Abwehr. Fünf Treffer waren die Belohnung für die Gastgeberinnen und ein weiterer Wirkungstreffer gegen den SV Straelen, der aber wieder bis zur Pause auf 16:14 verkürzte.

„Wir hatten schon in der ersten Halbzeit mehr Vorteile, diese aber nicht alle nutzen können. Das wollten wir besser machen und vor allem das Kreisläuferspiel unterbinden.“, sagte Trainer Christian Hentschel zur ausgegebenen Marschroute beim Halbzeittee. Und seine Mannschaft hörte offenbar besonders gut zu. Denn die Abwehr wusste sich weiter zu steigern, ließ kaum noch ein Anspiel auf die weiterhin brandgefährliche Daguhn zu und nachdem sich der Rückraum an der Neusser Abwehr aufgerieben hatte, spiegelte sich das Engagement auch im Ergebnis wieder. „Wie wir zwischen der 35. Minute und der 49. Minute verteidigt haben, das war schon richtig gut! Da hat das Zuschauen Spaß gemacht!“, fand der Trainer lobende Worte für sein Team, das aus einer knappen 18:17-Führung (35.), bis eben zur 49. Minute, ein 28:20 machte. Zwei Minuten später sah sich der Coach aber gezwungen die grüne Karte hinzulegen. Denn sein Team verlor in Unterzahl ein wenig den Kopf und die Spannung, sodass der SVS blitzschnell auf 28:23 verkürzte. Danach traten die Gastgeberinnen wieder konzentrierter auf und spielten die restliche Zeit diszipliniert zu Ende, obwohl die Blumenstädter noch einen weiteren Treffer aufholen konnten. „Wir haben uns im Vergleich zum letzten Spiel und innerhalb des Spiels steigern können, was mich besonders freut. In der ersten Hälfte haben wir spielerisch mehr überzeugt, in der zweiten Hälfte einfach richtig gut verteidigt. Kompliment an meine Mädels!“, zog Christian Hentschel ein zufriedenes Fazit.

Bis Weihnachten geht es nun ohne große Pausen weiter in der Liga. Bereits am kommenden Wochenende reisen die NHV-Frauen zur HSG Rade./Herbeck (Samstag, 5. November 2016, Gymnasium Herrmannstraße), die heute Abend bereits spionierte und dabei mit Nationaltorhüter Andreas Wolff, in prominenter Begleitung erschien. Ob mit oder ohne Prominenz, die NHV-Frauen werden auch in der Fremde wieder mit breiter Brust auftreten dürfen.

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