Die 4. Welle – aus Sicht eines Handballvereins

(nhv/ME) Die aktuelle Lage der Corona-Pandemie erfordert auch seitens der Verantwortlichen im Handballsport konsequente Maßnahmen, um mit dem Rest Hoffnung eine Saison trotz Covid-19 zu bestreiten. Kontaktbeschränkungen und schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der pandemischen Verbreitung des Coronavirus werden sich in den Coronaschutzverordnungen und den Richtlinien für den Kontaktsport niederschlagen. Es gilt nun nicht zu reagieren sondern zu agieren.

Wir werden eine konsequente 2G-Umsetzung und bei weiterer Eskalation der Gesamtlage 2G+ – Zugangsregeln verfolgen.

Mit der Wiedereinführung der kostenlosen Bürgerteste bringt dies neben Appellen an Impfung und Boostern die einzige Chance den Trainings- und Spielbetrieb aufrechtzuerhalten.

Wir müssen uns diszipliniert auf der Platte und Tribüne an die AHA+G Regeln halten. Die zwischenzeitliche Erleichterung und Befreiung der Maskenpflicht am Platz bei Einhaltung der 3G-Regeln waren offensichtlich nicht ausreichend.

Wer jetzt bis „auf die letzte Rille“ bei voller Ausreizung des im Rahmen der Coronaschutzverordnung Möglichen auf ein „Augen zu und durch“ bzw. „Abwarten was der Verband sagt“ setzt, hat aus der schmerzlichen Vergangenheit nichts gelernt.

Wir werden massive Probleme haben, die Motivation für Sport und im Speziellen unseren Kontaktsport Handball zu erhalten. Spielabsagen und Mitgliederschwund ist eine akute Gefahr für Breiten- und Leistungssport. Damit verbunden sind die finanziellen Belastungen für den Verein ohne weitere Hilfen von offizieller Seite kaum – oder auf bisherigen Niveau gar nicht – aufrecht zu erhalten. Einnahmen wie z.B. Eintrittsgelder, Catering u.ä. können Vereine schon seit langem nicht mehr in gewohnter Manier realisieren.

Der Vereinssport ist eine wichtige Säule für unsere Gesellschaft, da für die soziale, gesundheitliche und psychologische Lage der Verein ein wichtiger Halt für Aktive und Fans darstellt und darstellen kann.

Die Jugend steht im Mittelpunkt des Interesses und bedarf einer noch deutlicheren Zuwendung und Beachtung durch die Verwaltung und Politik – denn wenn wir jetzt nicht alle Weichen richtig stellen, wird der Vereinssport und der Neusser Handballverein im Besonderen, diese durch Covid-19 verursachten Beschränkungen kaum überstehen.

Wir müssen uns gemeinsam auch lautstark bemerkbar machen und die Verantwortlichen und Mitstreiter auf diese Situation hinweisen und um Unterstützung bitten. Diese muss sowohl finanzielle und Ressourcen unterstützende Maßnahmen umfassen. Daher sind Politiker, Sponsoren und alle Aktiven und Freunde gefordert, gemeinsam an dem Fortbestand der Vereine und unserem geliebten Handballsport zu arbeiten und … zu kämpfen.

Diese Krise überstehen wir mit Demut, Verzicht und einer unbändigen Hoffnung oder Glauben, dass eine Gemeinschaft mit Solidarität und Verantwortung große Herausforderungen übersteht. Das sollten Handballer vorleben und mit Inhalt füllen. Wir können 1. Welle und zweite Welle… lasst uns die 4. Welle angehen.

Es ist Crunchtime. Lasst Euch impfen und boostern und … „Wir sind ein Team!“

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