Schlagwort: Corona

Nutzung von Sportanlagen ab 06.04.21

die 7-Tages-Inzidenz im Rhein-Kreis-Neuss liegt seit einigen Tagen beständig und inzwischen deutlich über 100. Die Coronaschutzverordnung NRW in der Fassung vom 29.03.2021 sieht für diesen Fall in § 16 eine Notbremse vor, mit der einige der seit 08.03.21 ermöglichten Lockerungen zurückgefahren werden müssen. Wie Sie vielleicht den Medien schon entnommen haben, hat sich der Rhein-Kreis Neuss in Abstimmung mit der Landesregierung jedoch entschieden, die bisherigen Lockerungen mit der sog. `Testoption´ nach § 16 Abs. 2 CoronaSchVo weiterhin aufrecht zu erhalten, und mit Datum vom 02.04.21 eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die am Dienstag, dem 06.04.2021 in Kraft treten wird.

Hier die Allgemeinverfügung:

https://www.rhein-kreis-neuss.de/de/verwaltung-politik/oeffentliche-bekanntmachungen/allgemeinverfuegung-vom-2-april-2021-des-rhein-kreises-neuss-zur-regionalen-anpassung-der-coronaschutzverordnung-des-landes-nordrhein-westfalen-auf-dem-gebiet-des-rhein-kreises-neuss/

Für den Freizeit- und Amateursportbetrieb auf den Bezirkssportanlagen gilt ab dem 06.04.21 die folgende Einschränkung:

1.       Die Möglichkeit des Sportbetriebs in Gruppen von höchstens 20 Kindern bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren zuzüglich max. 2 Betreuer ist abhängig von der Vorlage eines tagesaktuellen bestätigten negativen Ergebnisses eines nach der Corona-Test- und Quarantäneverordnung zugelassenen Schnelltests nach § 4 Abs. 4 der Coronaschutzverordnung NRW. Das negative Testergebnis muss von einer der in der Corona-Test- und Quarantäneverordnung vorgesehenen Teststelle schriftlich oder digital bestätigt sein. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit zur Vornahme von Selbsttests, jedoch muss auch hierbei das negative Ergebnis von einer der in der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung NRW vorgesehenen Teststelle schriftlich oder digital bestätigt werden. Der Text der Verordnung hängt dieser Mail an.

2.       Ohne Vorlage von Testergebnissen, ist die Sportausübung gem. § 9 Abs. 1 Nr. 3 CoronaSchVo in Verbindung mit § 16 Abs 1 Nr. 4 nur in Gruppen von höchstens 10 Kindern bis einschließlich 14 Jahre zuzüglich max. 2 Betreuungs- bzw. Aufsichtspersonen zulässig. In jedem Fall ist die einfache Rückverfolgbarkeit wie in § 4a Abs. 1 der CoronaSchVo geschildert, sicherzustellen.

Der Sportbetrieb in Zweiergruppen ist nach heutigem Stand wie bisher ohne Einschränkungen möglich. Verantwortlich für die Einhaltung der Vorschriften sind wir.

Das Sportamt behält sich vor das Vorliegen der Voraussetzungen stichprobenartig zu überprüfen.

Weiter Infos unter auf unserer eigens eingerichteten Info-Seite

Langersehnte Lockerung ermöglicht wieder Training im Freien

(nhv/ME) nach langer lähmender Phase der Verbote und Einschränkungen können wir nun ab dem 08.03.21 mit einer Lockerung der Verordnung in Teilbereichen auch wieder mit dem Training im Freien beginnen.

Zunächst betrifft dies die Gruppe bis 14 Jahre mit klaren Regeln. Bereits letzte Woche haben wir nach ersten Lockerungen der CoronaSchuVO mit Kleinstgruppen in Holzheim unter strikter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln das Fördertraining aufgenommen.

Auch wenn das noch nicht viel mit Handball in gewohnter Manier zu tun hatte, konnten wir uns mit den sehr engagierten Übungsleitern Norbert Ludwig, Andreas Götz, Wolfgang Spangenberger, Uwe Klause und seinen beiden Söhnen Til und Jan darüber freuen, aktiven Kindern eine Rückkehr zu Sport und Gemeinsamkeit zu ermöglichen.

Mit den neuen Vorgaben werden wir den Rahmen des Erlaubten dazu nutzen einen Trainingsbetrieb aufzustellen, der den Kindern eine Rückkehr zum Handball ermöglicht.

Dazu bitte regelmäßig mit den Trainern Kontakt halten und die Infos auf unserer Corona-Seite verfolgen.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die SG Holzheim und Helmut Schmitz, mit dem wir bereits in der gesamten Lockdown-Zeit eine gemeinsame Nutzung der Bezirkssportanlage in Holzheim in sportlicher Freundschaft realisieren dürfen.

Spielbetrieb ruht bis 31. Januar

Präsidium und Vorstand beschließen einstimmig, dass 3. Liga und JBLH weiter pausieren

(dhb) Aufgrund der Corona-Pandemie und weiterhin hoher Infektionszahlen muss die Wiederaufnahme des Spielbetriebs weiter warten. Das Präsidium und der Vorstand des Deutschen Handballbundes haben am Dienstag gemeinsam und einstimmig beschlossen, dass das Wettkampfgeschehen in der 3. Liga der Männer und Frauen sowie in der Jugendbundesliga männlich und weiblich bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt bleibt. Damit ist ein Ende Oktober gefasster, ursprünglich bis zum 31. Dezember gültiger Beschluss verlängert worden.

Der zunächst für das Wochenende 9./10. Januar geplante Neustart der 3. Liga ist nicht umsetzbar. Priorität hat weiterhin eine möglichst durchgehende Wiederaufnahme des Trainings, wo dies mit Blick auf das Infektionsgeschehen verantwortbar ist. Dies ist die Basis für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes. Die zuständigen Mitarbeiter im DHB präzisieren in der Zwischenzeit das Hygienekonzept für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Der weitere Umgang mit der Saison 2020/21 wird weiter in den zuständigen DHB-Gremien beraten. Anfang Januar wird sich die Spielkommission 3. Liga erneut in Videokonferenzen mit den Vereinen der Männer und Frauen austauschen.

Mit der Jugendbundesliga und möglichen Szenarien einer Fortsetzung der Saison beschäftigt sich der Jugendspielausschuss.

Deutscher Handballbund e.V.

Brief der Stadtsportverbände und des Sportbund Rhein-Kreis Neuss

An die
Sportvereine im Rhein-Kreis Neuss 

An 
Sportlerinnen und Sportler im Rhein-Kreis Neuss 

Liebe Sportlerinnen und Sportler, 

seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Vereine im Rhein-Kreis Neuss mit großer Verantwortung den Sportbetrieb organisiert und auch die Zeit überwunden, in der kein oder nur begrenzt Sport in unseren Sportstätten ausgeübt werden konnte. Das war besonders für die Kinder und Jugendlichen eine schwere Zeit, die wir uns nicht erneut wünschen. Vielfach haben die Vereine dafür Ersatz über digitale Möglichkeiten geschaffen. Der Zusammenhalt im Verein war und ist groß. 

Wir sind allen für ihren unermüdlichen und intensiven Einsatz, der manchmal bis an die physischen Grenzen geht, sehr dankbar. Wir freuen uns über das große Vertrauen, das in den Sport gesteckt wird, den wir mit unseren strengen Hygienekonzepten und vielen Einschränkungen vorbildlich ermöglichen. Damit leisten wir einen extrem wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Volksgesundheit und zum Wohlergehen der Menschen von Jung bis Alt. 

Wir wollen diesen Vorteil nicht aufs Spiel setzen und appellieren an alle Vereine und insbesondere die Vereinsvorstände und vielen Übungsleiter/innen, in ihrer Vorbildrolle alles zu tun, um die Gefahren einer Infektion auf ein Minimum zu reduzieren. 

Dies gilt sowohl für die Sportarten im Hallenbetrieb, aber genauso für den Außenbetrieb – ob im Training oder bei Meisterschaftsspielen und Wettbewerben.  

Uns ist bewusst, dass manchmal die Regeln einen Interpretationsspielraum zulassen und die Sportverbände keine einheitlichen Bedingungen formuliert haben. Deshalb ermutigen wir alle, im Einzelfall beherzt zu handeln, auch wenn Einzellösungen entstehen, die dann den örtlichen Gegebenheiten gerecht werden und von den Grundregeln eines Sportverbandes oder den Entscheidungen der Landesregierung bzw. dem Rhein-Kreis Neuss abweichen und strenger sind.  

Denn: Gesundheit und Sicherheit gehen vor. Dahinter müssen organisatorische Fragen zurückstehen und letztlich auch der Kampf um Sieger und Verlierer. 

Für uns ist die Aufrechterhaltung des Sportbetriebes, vor allem des Trainingsbetriebes wichtiger als der Wettbewerb auf Leistungsebene und mit Zuschauern. 

Wir empfehlen, auf gesellige Zusammenkünfte grundsätzlich bis auf Weiteres vollständig zu verzichten, da dies nach der Umgangsregelung/Kontaktbeschränkung nur mit einem sehr eingeschränkten Personenkreis zulässig ist. Damit können wir weitere Risiken reduzieren.  

Die aktuellen zu erwartenden Entscheidungen werden vielleicht wieder schmerzlich sein. Aber wir kämpfen gemeinsam für den Erhalt des Sportangebots, für das wir auch von den Kommunen viel Unterstützung erhalten und weiter erbitten.  

Lasst uns diese außergewöhnliche Stellung des Sports nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.  

Wir wünschen Euch alles Gute, vor allem aber Gesundheit und Freude am Sport. 

Grevenbroich / Rhein-Kreis Neuss, 23.10.2020 

Dr. Hermann-Josef Baaken Vorsitzender  Sportbund Rhein-Kreis Neuss  Peter Dietz Vorsitzender Stadtsportverband Meerbusch  Dirk Kartarius  Vorsitzender Stadtsportverband Korschenbroich  
Heinz Kiefer  Vorsitzender  Stadtsportverband Jüchen  Bernd Lewerenz Vorsitzender  Stadtsportverband Dormagen  Heinz-Peter Korte Vorsitzender Stadtsportverband Grevenbroich  
Meinolf Sprink  Vorsitzender Stadtsportverband Neuss  Axel Volker Vorsitzender Stadtsportverband Kaarst 

Unterbrechung der laufenden Saison aufgrund der aktuellen Coronalage

Liebe Mitglieder, Vereine, Spielerinnen und Spieler und Verantwortliche,

am 22.10.2020 haben sich die Verbände HV Niederrhein, HV Mittelrhein und der Handballkreis Düsseldorf entschieden den Spielbetrieb bis zum 15.11.2020 zu unterbrechen.

Hier die Meldungen der Verbände im Original

HVN -> AKTUELLER STAND ZUM SPIELBETRIEB

WEBMASTER

Aktueller Stand zum Spielbetrieb:

Leider steigen die Zahlen zum Thema Corona wieder bis ins Kritische und darüber hinaus. Das bedeutet, wieder sensibel und mit offenen Augen die Situation immer wieder neu zu bewerten.

Der HV Niederrhein ist als erster Landesverband Ende August/Anfang September in die Saison gestartet und hat sich gegen eine Verschiebung entschieden. Aus heutiger Sicht scheint die Entscheidung richtig gewesen zu sein, denn wir haben knapp 95 % der Spiele durchgeführt. Die Ligen haben bis zu sieben Spieltage bereits hinter sich gebracht.

Wir können garantieren und versprechen, dass wir immer offene Augen und Ohren an der aktuellen Situation haben. Wir treffen jede Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen. Auch werden die Entscheidungen nicht nur am berühmten „grünen Tisch“ getroffen. Dabei müssen wir auch viele Dinge abwägen und noch mehr Punkte einfließen lassen.
Die Situation ist aktuell für alle Seiten nicht einfach. Es kommen Stimmen auf, die einen Abbruch der Saison haben wollen, bis zu denen, die auf keinen Fall aufhören wollen. Beide „Lager“ arbeiten zumeist mit nachvollziehbaren Argumenten.

Im HV Niederrhein waren wir gestern noch sicher, dass wir den Spielbetrieb weiter aufrechterhalten können. Wie im März haben sich die Ereignisse seit gestern Nachmittag dann wieder überschlagen.
Auch dieses Mal werden wir den Spielbetrieb wieder pausieren. Der Spielbetrieb ist bis mindestens zum 15. November 2020 im HV Niederrhein unterbrochen.

Bei konstruktiven Fragen, Wünschen oder Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung!

Michael Girbes
TK Vorsitzender

HVM ->

22. 10. 2020

Liebe Mitglieder, Vereine, Spielerinnen und Spieler und Verantwortliche,

nach intensiven Gesprächen innerhalb des Präsidiums hat der HVM aufgrund der aktuellen Situation entschieden, die Saison in den Ligen des HVM bis zum 14./15.11.2020 einschließlich vorerst zu unterbrechen.

Aufgrund der In  zidenzzahlen und der Tatsache, dass diese Zahlen im gesamten Verbandsbetrieb fast durchgehend weit über 50 liegen, ist eine Saisonfortsetzung aus unserer Sicht nicht mehr zu verantworten.

Der HVM ist sich dabei nicht nur der Verantwortung bewusst, die Saison zu ermöglichen, sondern auch der Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten. Diese ist aktuell entscheidend und von größerer Bedeutung.

Der HVM wird die Situation weiterhin intensiv beobachten und behält sich eine Verlängerung bzw. Verkürzung der Unterbrechung bei einer Entwicklung der Coronalage, die dies erfordern oder zulassen würde, ausdrücklich vor. Dabei wird diese Entscheidung rechtzeitig an alle Vereine und Verantwortlichen kommuniziert, damit Planungssicherheit und die Möglichkeit der Organisation der notwendigen Nachholspiele, die bis zum Saisonende nachgeholt werden können, gewährleistet wäre. 

Die Trainingstermine der Auswahlmannschaften werden ebenfalls bis auf weiteres ausgesetzt. Sobald Trainingsmaßnahmen wieder möglich erscheinen, werden die neuen Termine im Internet veröffentlicht sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Trainings gesondert eingeladen.

Uns ist bewusst, dass die Entscheidung für manchen zu kurzfristig mit Blick auf den Spieltag am kommenden Wochenende erfolgt, jedoch müssen wir täglich abwägen, welche Entscheidung unter Abwägung aller Aspekte die sinnvollste Lösung darstellt.

Handballkreis Düsseldorf ->

HK Düsseldorf setzt Spielbetrieb aus

Der HK Düsseldorf schließt sich den Maßnahmen des HVN an und setzt seinen Spielbetrieb zunächst ebenfalls bis zum 15.11.2020 aus.

Im Auftrag des Vorstands des HK Düsseldorf
Heinz-Dieter Koester

Corona Update des WHV

Der WHV informierte am 14.10.2020 wie folgt:

anbei findet ihr das neue Update der WHV-Adaptation des DHB-Konzeptes „Return-To-Play-Spielbetrieb“ für NRW. Angepasst an die neue CoronaSchVO vom 14. Oktober 2020 und dem dazugehörigen Erlass gemäß § 15a CoronaSchVO vom 12. Oktober 2020 (siehe Anhang). Letzterer erging an die Bezirksregierungen, Kreise, Kommunen und Städte sowie Behörden und regelt regionale Anpassungen bei entsprechenden 7-Tages-Inzidenzwerten >35 und > 50.

Änderungen zur vorherigen Version des Konzeptes „Return-To-Play-Spielbetrieb“ mitZuschauern:

Ab einem 7-Tages-Inzidenzwert von >35

1.      generelles Verbot von Veranstaltungen mit > 1000 Zuschauern
2.      Maskenpflicht an Sitz- und Stehplätzen für Zuschauer

zusätzlich ab einem 7-Tages-Inzidenzwert von >50

1.      generelles Verbot von Veranstaltungen mit > 250 Zuschauern
2.      Maskenpflicht an Sitz- und Stehplätzen für Zuschauer
3.      Gruppengröße reduziert auf 5 Personen

Wir möchten grundsätzlich das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Zuschauer, auch unterhalb der kritischen Werte, empfehlen! 

Hinweis: die regionalen Anpassungen finden sich nicht in der aktuellen CoronaSchVO, was zu Irritationen führen kann. 

Die aktuelle CoronaSchVO sieht keine weiteren Änderungen für den Sport vor. Die nächste CoronaSchVO ist spätestens für den 31. Oktober 2020 vorgesehen. Zwischenzeitlich können Erlasse des Landes NRW oder kommunale Vorgaben, die Restriktionen erweitern. 

Erlass der Bezirksregierung 12.10.2020
WHV Adaption „Return to play“

Handball und Corona – ein Versagen der Verbände und Offiziellen regional und national

(nhv/ME) Es ist beschämend wie derzeit Offizielle und Verbände mit der Thematik Corona und Handball umgehen. Sorgen und Bedenken werden mit fragwürdigen Entscheidungen oder falschem Appell an Solidarität ignoriert und klein geredet. Entlarvend an dieser Stelle ist auch die Wortwahl der letzten offiziellen Stellungnahme vom HVN und deren Leiter der technischen Kommission Michael Girbes, der sich in der RP vom 22.08.20 zu dem vollkommen unqualifizierten Statement hinreißen ließ „…Drei Wochen verschieben – von diesem Bohei halte ich nichts.“

Übertriebenes Aufheben um den Umgang mit Covid-19? Der größte Einschnitt in das gesellschaftliche Leben kann wohl kaum eine übertriebene Aufmerksamkeit bekommen noch ist es zuträglich wenn man die Sorgen und Meinungen in dieser Form von oben herab abqualifiziert.

Welche Befähigung für die Einschätzung der Sachlage im Bezug auf Corona hat denn das Präsidium des HVN und die Vertreter der Handballkreise? Der HVM hatte zuvor durch die Befragung der betroffenen Vereine einen basisdemokratischen Prozess angestoßen, der der Lage zumindest eine höhere Transparenz verschafft hat und ein mehrheitlich getragenes Meinungsbild erzeugt hat.

Übrigens an dieser Stelle die Anmerkung, dass die geplante Zusammenlegung und Bildung einer Liga von HVN und HVM so bizarre und dunkle Schatten aufwirft. Geht es hier bereits um die neue Lufthoheit? Eine gemeinsame verantwortliche Haltung, die die Mitglieder entsprechend einbindet wäre sicherlich vertrauenserweckend und zielführender. Offenbar ist man mehr damit beschäftigt stromlinienförmig den Vorbetern beim DHB zu folgen, die in ihren aktuellen Reaktionen auf ähnliche Sachverhalte ebenfalls sehr unrühmlich agieren.

So hatten ja auch Kiels Aufsichtsratsvorsitzender Marc Weinstock und Flensburgs Beiratschef Boy Meesenburg vorgeschlagen den Saisonstart zu verschieben. Der Nebenkriegsschauplatz Ägypten als Austragungsort der WM spielt zwar eine nicht unbeachtliche Nebenrolle – lässt aber in den Reaktionen seitens des Präsidiums des DHB erahnen, dass auch hier keine wissenschaftlichen Argumente sondern knallharte Lobbyisteninteressen im Fokus stehen.

Denn der Mitgliederschwund im DHB lässt sich nicht mit einer WM aufhalten. Dies ist mit den erschreckenden Zahlen des DOSB einfach zu belegen. Von 2002 bis 2019 hat der Handballsport weit über 80.000 Mitglieder verloren. Diese Zahlen beinhalten noch keine Corona Konsequenzen.

Derzeit steht aber noch mehr auf dem Spiel. Die Corona Ansteckungsgefahr stellt Handball als Vollkontaktsport vor massive Herausforderungen, die aufgrund der Lethargie und Entscheidungsschwäche der Verbände bedroht ist. Leitplanken und anglizistisch verpackte Konzepte „Return to…“ helfen in der pragmatischen Basisarbeit nur wenig und Alternativdenken vermisst man annähernd gänzlich.

Wir haben ganz klar definierte Probleme. Hier eine Auswahl:

  • Der Luftaustausch in vielen Hallen ist komplett insuffizient
  • Die Reinigung und Desinfektion von Kabinen und Sanitärbereichen ist häufig unzureichend.
  • Überregionale Ligen und größere Reisewege stehen dem Ansatz regionale kleine überschaubare Ereignisse zu fördern entgegen.
  • Verunsicherung bei Eltern, die ihre Kinder ganztägig in die Schule mit Maskenpflicht schicken und nachmittags im Vollkontakt auf der Platte sehen.
  • Unzureichende Unterstützung bei der Erstellung von Hygienekonzepten, die z.B. den Sonderstatus der 30 Aktiven und anschließende Behandlung dieser Personenkreise nach dem Spiel unklar lassen.
  • mangelnde Reaktionen der Institutionen (wir haben seit Tagen Anfragen beim Ministerpräsidenten und dem Gesundheitsamt offen)

Wir beobachten allgemein steigende Zahlen der Infektionen, es gibt zunehmend mehr Schulschließungen, die Folgen einer Covid-19 Infektion werden immer deutlicher. Übrigens gerade für Berufssportler mit dramatischen Konsequenzen. Dazu hier Prof. Bloch in der ARD Sportschau

Wir müssen unsere Sportler und deren Familien schützen. Corona macht keinen Unterschied zwischen Berufs- und Breitensportler und macht auch keinen Halt an geografischen Verbandsgrenzen. Der Widerspruch zwischen Vollkontaktsport und Maskenpflicht z.B. in den Schulen muss aufgeklärt werden. Restrisiko ist bei den Anstrengungen, die unternommen werden um kleine regionale Cluster zu beherrschen und Reisewarnungen auszusprechen kein Argument um überregionalen Vollkontaktsport zu rechtfertigen.

Wenn wir mit neuen Einschränkungen konfrontiert werden sollten müssen wir uns aber auch darauf konzentrieren unseren Mitgliedern Alternativangebote zu bieten um gesundheitliche Prophylaxe und sportliche Aktivitäten auch nach neuen zu erwartenden Schließungen von Hallen und Störungen des Spielbetriebs zu begegnen. Hier sind alternative Spielformen „open air“ oder Online-Trainingsangebote zur allgemeinen Verbesserung der Gesundheit ein Weg, den Aktiven zur Seite zu stehen und dem Handballsport über die Krise als Mitglieder zu erhalten.

Das größte „Bohei“ wird derzeit um Eitelkeit und Machterhaltung betrieben. Das größte Defizit ist die Arroganz Wissenschaft und alternative Meinungen zu respektieren.

Martin Eggert
Vorstandsvorsitzender Neusser Handballverein e.V.

Maskenpflicht im Hammfeld

(nhv/ME) Aufgrund aktueller Erkenntnisse im Bezug auf die Bedeutung von Aerosolen bei der Verbreitung des Covid-19 Virus haben wir unser Hygienekonzept für die Heimspielhalle des Neusser Handballverein e.V. weiter angepasst.

Steigende Zahlen und aktuelle Diskussionen sowie der Umstand, dass im Hammfeld kein suffizienter Luftaustausch mangels geeigneter Quer- bzw Durchlüftungsmaßnahmen möglich ist, hat uns dazu bewogen eine Maskenpflicht im Hammfeld auch nach Platzeinnahme auszusprechen.

Weiterhin gilt, dass wir maximal 20 Begleiter pro Mannschaft im Publikumsbereich und 42 Personen auf der Spielfläche zulassen.

Spieler: 30
Offizielle: 8
Schiedsrichter: 2
Zeitnehmer/Sekretär: 2 (ausgestattet mit Mund-Nase-Schutz und Einweghandschuhen)

Das aktuelle Hygienekonzept gültig ab 20.08.2020

Alle weiteren Infos zum Spielbetrieb und Corona auf unser eigens dafür eingerichteten Seite https://nhv-handball.de/sportbetrieb-und-corona/

Hier weiterführende Informationen zum Thema

Professor Christian J. Kähler hat mit seinem Assistenten Dr. Rainer Hain am Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr München detaillierte Strömungsexperimente durchgeführt, um zu klären, ob die in den Medien kontrovers diskutierten Sicherheitsabstände zwischen Personen aus strömungsmechanischer Sicht sinnvoll sind, inwieweit ein einfacher Mund-Nase-Schutz vor einer Tröpfcheninfektion schützt und ob sich handelsübliche Haushaltsmaterialien eignen, um partikelfiltrierende Schutzmasken zu fertigen, die vor einer Tröpfcheninfektion mit dem Corona Virus SARS-CoV-2 schützen.
https://idw-online.de/de/news744509

Maskenpflicht gilt auch für das Publikum in bayerischen Theater- und Konzerthäusern https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/corona-regeln-worauf-achten-publikum-theater-konzert-bayern-100.html

Maskenpflicht ebenfalls für das Publikum in der Tonhalle Zürich http://www.musik-heute.de/21392/tonhalle-orchester-zuerich-maskenpflicht-fuers-publikum/

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt weitere Lockerungen im Fußball derzeit aus. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der ersten virtuellen CDU-Präsidiumssitzung nach der Sommerpause sagte Merkel am Montag, es könne derzeit wegen der ansteigenden Zahlen von Corona-Infektionen keine weiteren Lockerungen geben. Dies gelte auch für Fußballspiele. Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich zuvor darauf verständigt, dass eine Öffnung der Stadien für die Fans bis mindestens zum 31. Oktober angesichts der momentanen Corona-Situation nicht zu befürworten sei. 

Zum Thema Aerosole und die Bedeutung von Luftaustausch https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/coronavirus-aerosole-neubiberg-bundeswehr-universitaet-1.4991910