Schlagwort: Corona

Brief der Stadtsportverbände und des Sportbund Rhein-Kreis Neuss

An die
Sportvereine im Rhein-Kreis Neuss 

An 
Sportlerinnen und Sportler im Rhein-Kreis Neuss 

Liebe Sportlerinnen und Sportler, 

seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Vereine im Rhein-Kreis Neuss mit großer Verantwortung den Sportbetrieb organisiert und auch die Zeit überwunden, in der kein oder nur begrenzt Sport in unseren Sportstätten ausgeübt werden konnte. Das war besonders für die Kinder und Jugendlichen eine schwere Zeit, die wir uns nicht erneut wünschen. Vielfach haben die Vereine dafür Ersatz über digitale Möglichkeiten geschaffen. Der Zusammenhalt im Verein war und ist groß. 

Wir sind allen für ihren unermüdlichen und intensiven Einsatz, der manchmal bis an die physischen Grenzen geht, sehr dankbar. Wir freuen uns über das große Vertrauen, das in den Sport gesteckt wird, den wir mit unseren strengen Hygienekonzepten und vielen Einschränkungen vorbildlich ermöglichen. Damit leisten wir einen extrem wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Volksgesundheit und zum Wohlergehen der Menschen von Jung bis Alt. 

Wir wollen diesen Vorteil nicht aufs Spiel setzen und appellieren an alle Vereine und insbesondere die Vereinsvorstände und vielen Übungsleiter/innen, in ihrer Vorbildrolle alles zu tun, um die Gefahren einer Infektion auf ein Minimum zu reduzieren. 

Dies gilt sowohl für die Sportarten im Hallenbetrieb, aber genauso für den Außenbetrieb – ob im Training oder bei Meisterschaftsspielen und Wettbewerben.  

Uns ist bewusst, dass manchmal die Regeln einen Interpretationsspielraum zulassen und die Sportverbände keine einheitlichen Bedingungen formuliert haben. Deshalb ermutigen wir alle, im Einzelfall beherzt zu handeln, auch wenn Einzellösungen entstehen, die dann den örtlichen Gegebenheiten gerecht werden und von den Grundregeln eines Sportverbandes oder den Entscheidungen der Landesregierung bzw. dem Rhein-Kreis Neuss abweichen und strenger sind.  

Denn: Gesundheit und Sicherheit gehen vor. Dahinter müssen organisatorische Fragen zurückstehen und letztlich auch der Kampf um Sieger und Verlierer. 

Für uns ist die Aufrechterhaltung des Sportbetriebes, vor allem des Trainingsbetriebes wichtiger als der Wettbewerb auf Leistungsebene und mit Zuschauern. 

Wir empfehlen, auf gesellige Zusammenkünfte grundsätzlich bis auf Weiteres vollständig zu verzichten, da dies nach der Umgangsregelung/Kontaktbeschränkung nur mit einem sehr eingeschränkten Personenkreis zulässig ist. Damit können wir weitere Risiken reduzieren.  

Die aktuellen zu erwartenden Entscheidungen werden vielleicht wieder schmerzlich sein. Aber wir kämpfen gemeinsam für den Erhalt des Sportangebots, für das wir auch von den Kommunen viel Unterstützung erhalten und weiter erbitten.  

Lasst uns diese außergewöhnliche Stellung des Sports nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.  

Wir wünschen Euch alles Gute, vor allem aber Gesundheit und Freude am Sport. 

Grevenbroich / Rhein-Kreis Neuss, 23.10.2020 

Dr. Hermann-Josef Baaken Vorsitzender  Sportbund Rhein-Kreis Neuss  Peter Dietz Vorsitzender Stadtsportverband Meerbusch  Dirk Kartarius  Vorsitzender Stadtsportverband Korschenbroich  
Heinz Kiefer  Vorsitzender  Stadtsportverband Jüchen  Bernd Lewerenz Vorsitzender  Stadtsportverband Dormagen  Heinz-Peter Korte Vorsitzender Stadtsportverband Grevenbroich  
Meinolf Sprink  Vorsitzender Stadtsportverband Neuss  Axel Volker Vorsitzender Stadtsportverband Kaarst 

Unterbrechung der laufenden Saison aufgrund der aktuellen Coronalage

Liebe Mitglieder, Vereine, Spielerinnen und Spieler und Verantwortliche,

am 22.10.2020 haben sich die Verbände HV Niederrhein, HV Mittelrhein und der Handballkreis Düsseldorf entschieden den Spielbetrieb bis zum 15.11.2020 zu unterbrechen.

Hier die Meldungen der Verbände im Original

HVN -> AKTUELLER STAND ZUM SPIELBETRIEB

WEBMASTER

Aktueller Stand zum Spielbetrieb:

Leider steigen die Zahlen zum Thema Corona wieder bis ins Kritische und darüber hinaus. Das bedeutet, wieder sensibel und mit offenen Augen die Situation immer wieder neu zu bewerten.

Der HV Niederrhein ist als erster Landesverband Ende August/Anfang September in die Saison gestartet und hat sich gegen eine Verschiebung entschieden. Aus heutiger Sicht scheint die Entscheidung richtig gewesen zu sein, denn wir haben knapp 95 % der Spiele durchgeführt. Die Ligen haben bis zu sieben Spieltage bereits hinter sich gebracht.

Wir können garantieren und versprechen, dass wir immer offene Augen und Ohren an der aktuellen Situation haben. Wir treffen jede Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen. Auch werden die Entscheidungen nicht nur am berühmten „grünen Tisch“ getroffen. Dabei müssen wir auch viele Dinge abwägen und noch mehr Punkte einfließen lassen.
Die Situation ist aktuell für alle Seiten nicht einfach. Es kommen Stimmen auf, die einen Abbruch der Saison haben wollen, bis zu denen, die auf keinen Fall aufhören wollen. Beide „Lager“ arbeiten zumeist mit nachvollziehbaren Argumenten.

Im HV Niederrhein waren wir gestern noch sicher, dass wir den Spielbetrieb weiter aufrechterhalten können. Wie im März haben sich die Ereignisse seit gestern Nachmittag dann wieder überschlagen.
Auch dieses Mal werden wir den Spielbetrieb wieder pausieren. Der Spielbetrieb ist bis mindestens zum 15. November 2020 im HV Niederrhein unterbrochen.

Bei konstruktiven Fragen, Wünschen oder Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung!

Michael Girbes
TK Vorsitzender

HVM ->

22. 10. 2020

Liebe Mitglieder, Vereine, Spielerinnen und Spieler und Verantwortliche,

nach intensiven Gesprächen innerhalb des Präsidiums hat der HVM aufgrund der aktuellen Situation entschieden, die Saison in den Ligen des HVM bis zum 14./15.11.2020 einschließlich vorerst zu unterbrechen.

Aufgrund der In  zidenzzahlen und der Tatsache, dass diese Zahlen im gesamten Verbandsbetrieb fast durchgehend weit über 50 liegen, ist eine Saisonfortsetzung aus unserer Sicht nicht mehr zu verantworten.

Der HVM ist sich dabei nicht nur der Verantwortung bewusst, die Saison zu ermöglichen, sondern auch der Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten. Diese ist aktuell entscheidend und von größerer Bedeutung.

Der HVM wird die Situation weiterhin intensiv beobachten und behält sich eine Verlängerung bzw. Verkürzung der Unterbrechung bei einer Entwicklung der Coronalage, die dies erfordern oder zulassen würde, ausdrücklich vor. Dabei wird diese Entscheidung rechtzeitig an alle Vereine und Verantwortlichen kommuniziert, damit Planungssicherheit und die Möglichkeit der Organisation der notwendigen Nachholspiele, die bis zum Saisonende nachgeholt werden können, gewährleistet wäre. 

Die Trainingstermine der Auswahlmannschaften werden ebenfalls bis auf weiteres ausgesetzt. Sobald Trainingsmaßnahmen wieder möglich erscheinen, werden die neuen Termine im Internet veröffentlicht sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Trainings gesondert eingeladen.

Uns ist bewusst, dass die Entscheidung für manchen zu kurzfristig mit Blick auf den Spieltag am kommenden Wochenende erfolgt, jedoch müssen wir täglich abwägen, welche Entscheidung unter Abwägung aller Aspekte die sinnvollste Lösung darstellt.

Handballkreis Düsseldorf ->

HK Düsseldorf setzt Spielbetrieb aus

Der HK Düsseldorf schließt sich den Maßnahmen des HVN an und setzt seinen Spielbetrieb zunächst ebenfalls bis zum 15.11.2020 aus.

Im Auftrag des Vorstands des HK Düsseldorf
Heinz-Dieter Koester

Corona Update des WHV

Der WHV informierte am 14.10.2020 wie folgt:

anbei findet ihr das neue Update der WHV-Adaptation des DHB-Konzeptes „Return-To-Play-Spielbetrieb“ für NRW. Angepasst an die neue CoronaSchVO vom 14. Oktober 2020 und dem dazugehörigen Erlass gemäß § 15a CoronaSchVO vom 12. Oktober 2020 (siehe Anhang). Letzterer erging an die Bezirksregierungen, Kreise, Kommunen und Städte sowie Behörden und regelt regionale Anpassungen bei entsprechenden 7-Tages-Inzidenzwerten >35 und > 50.

Änderungen zur vorherigen Version des Konzeptes „Return-To-Play-Spielbetrieb“ mitZuschauern:

Ab einem 7-Tages-Inzidenzwert von >35

1.      generelles Verbot von Veranstaltungen mit > 1000 Zuschauern
2.      Maskenpflicht an Sitz- und Stehplätzen für Zuschauer

zusätzlich ab einem 7-Tages-Inzidenzwert von >50

1.      generelles Verbot von Veranstaltungen mit > 250 Zuschauern
2.      Maskenpflicht an Sitz- und Stehplätzen für Zuschauer
3.      Gruppengröße reduziert auf 5 Personen

Wir möchten grundsätzlich das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Zuschauer, auch unterhalb der kritischen Werte, empfehlen! 

Hinweis: die regionalen Anpassungen finden sich nicht in der aktuellen CoronaSchVO, was zu Irritationen führen kann. 

Die aktuelle CoronaSchVO sieht keine weiteren Änderungen für den Sport vor. Die nächste CoronaSchVO ist spätestens für den 31. Oktober 2020 vorgesehen. Zwischenzeitlich können Erlasse des Landes NRW oder kommunale Vorgaben, die Restriktionen erweitern. 

Erlass der Bezirksregierung 12.10.2020
WHV Adaption „Return to play“

Handball und Corona – ein Versagen der Verbände und Offiziellen regional und national

(nhv/ME) Es ist beschämend wie derzeit Offizielle und Verbände mit der Thematik Corona und Handball umgehen. Sorgen und Bedenken werden mit fragwürdigen Entscheidungen oder falschem Appell an Solidarität ignoriert und klein geredet. Entlarvend an dieser Stelle ist auch die Wortwahl der letzten offiziellen Stellungnahme vom HVN und deren Leiter der technischen Kommission Michael Girbes, der sich in der RP vom 22.08.20 zu dem vollkommen unqualifizierten Statement hinreißen ließ „…Drei Wochen verschieben – von diesem Bohei halte ich nichts.“

Übertriebenes Aufheben um den Umgang mit Covid-19? Der größte Einschnitt in das gesellschaftliche Leben kann wohl kaum eine übertriebene Aufmerksamkeit bekommen noch ist es zuträglich wenn man die Sorgen und Meinungen in dieser Form von oben herab abqualifiziert.

Welche Befähigung für die Einschätzung der Sachlage im Bezug auf Corona hat denn das Präsidium des HVN und die Vertreter der Handballkreise? Der HVM hatte zuvor durch die Befragung der betroffenen Vereine einen basisdemokratischen Prozess angestoßen, der der Lage zumindest eine höhere Transparenz verschafft hat und ein mehrheitlich getragenes Meinungsbild erzeugt hat.

Übrigens an dieser Stelle die Anmerkung, dass die geplante Zusammenlegung und Bildung einer Liga von HVN und HVM so bizarre und dunkle Schatten aufwirft. Geht es hier bereits um die neue Lufthoheit? Eine gemeinsame verantwortliche Haltung, die die Mitglieder entsprechend einbindet wäre sicherlich vertrauenserweckend und zielführender. Offenbar ist man mehr damit beschäftigt stromlinienförmig den Vorbetern beim DHB zu folgen, die in ihren aktuellen Reaktionen auf ähnliche Sachverhalte ebenfalls sehr unrühmlich agieren.

So hatten ja auch Kiels Aufsichtsratsvorsitzender Marc Weinstock und Flensburgs Beiratschef Boy Meesenburg vorgeschlagen den Saisonstart zu verschieben. Der Nebenkriegsschauplatz Ägypten als Austragungsort der WM spielt zwar eine nicht unbeachtliche Nebenrolle – lässt aber in den Reaktionen seitens des Präsidiums des DHB erahnen, dass auch hier keine wissenschaftlichen Argumente sondern knallharte Lobbyisteninteressen im Fokus stehen.

Denn der Mitgliederschwund im DHB lässt sich nicht mit einer WM aufhalten. Dies ist mit den erschreckenden Zahlen des DOSB einfach zu belegen. Von 2002 bis 2019 hat der Handballsport weit über 80.000 Mitglieder verloren. Diese Zahlen beinhalten noch keine Corona Konsequenzen.

Derzeit steht aber noch mehr auf dem Spiel. Die Corona Ansteckungsgefahr stellt Handball als Vollkontaktsport vor massive Herausforderungen, die aufgrund der Lethargie und Entscheidungsschwäche der Verbände bedroht ist. Leitplanken und anglizistisch verpackte Konzepte „Return to…“ helfen in der pragmatischen Basisarbeit nur wenig und Alternativdenken vermisst man annähernd gänzlich.

Wir haben ganz klar definierte Probleme. Hier eine Auswahl:

  • Der Luftaustausch in vielen Hallen ist komplett insuffizient
  • Die Reinigung und Desinfektion von Kabinen und Sanitärbereichen ist häufig unzureichend.
  • Überregionale Ligen und größere Reisewege stehen dem Ansatz regionale kleine überschaubare Ereignisse zu fördern entgegen.
  • Verunsicherung bei Eltern, die ihre Kinder ganztägig in die Schule mit Maskenpflicht schicken und nachmittags im Vollkontakt auf der Platte sehen.
  • Unzureichende Unterstützung bei der Erstellung von Hygienekonzepten, die z.B. den Sonderstatus der 30 Aktiven und anschließende Behandlung dieser Personenkreise nach dem Spiel unklar lassen.
  • mangelnde Reaktionen der Institutionen (wir haben seit Tagen Anfragen beim Ministerpräsidenten und dem Gesundheitsamt offen)

Wir beobachten allgemein steigende Zahlen der Infektionen, es gibt zunehmend mehr Schulschließungen, die Folgen einer Covid-19 Infektion werden immer deutlicher. Übrigens gerade für Berufssportler mit dramatischen Konsequenzen. Dazu hier Prof. Bloch in der ARD Sportschau

Wir müssen unsere Sportler und deren Familien schützen. Corona macht keinen Unterschied zwischen Berufs- und Breitensportler und macht auch keinen Halt an geografischen Verbandsgrenzen. Der Widerspruch zwischen Vollkontaktsport und Maskenpflicht z.B. in den Schulen muss aufgeklärt werden. Restrisiko ist bei den Anstrengungen, die unternommen werden um kleine regionale Cluster zu beherrschen und Reisewarnungen auszusprechen kein Argument um überregionalen Vollkontaktsport zu rechtfertigen.

Wenn wir mit neuen Einschränkungen konfrontiert werden sollten müssen wir uns aber auch darauf konzentrieren unseren Mitgliedern Alternativangebote zu bieten um gesundheitliche Prophylaxe und sportliche Aktivitäten auch nach neuen zu erwartenden Schließungen von Hallen und Störungen des Spielbetriebs zu begegnen. Hier sind alternative Spielformen „open air“ oder Online-Trainingsangebote zur allgemeinen Verbesserung der Gesundheit ein Weg, den Aktiven zur Seite zu stehen und dem Handballsport über die Krise als Mitglieder zu erhalten.

Das größte „Bohei“ wird derzeit um Eitelkeit und Machterhaltung betrieben. Das größte Defizit ist die Arroganz Wissenschaft und alternative Meinungen zu respektieren.

Martin Eggert
Vorstandsvorsitzender Neusser Handballverein e.V.

Maskenpflicht im Hammfeld

(nhv/ME) Aufgrund aktueller Erkenntnisse im Bezug auf die Bedeutung von Aerosolen bei der Verbreitung des Covid-19 Virus haben wir unser Hygienekonzept für die Heimspielhalle des Neusser Handballverein e.V. weiter angepasst.

Steigende Zahlen und aktuelle Diskussionen sowie der Umstand, dass im Hammfeld kein suffizienter Luftaustausch mangels geeigneter Quer- bzw Durchlüftungsmaßnahmen möglich ist, hat uns dazu bewogen eine Maskenpflicht im Hammfeld auch nach Platzeinnahme auszusprechen.

Weiterhin gilt, dass wir maximal 20 Begleiter pro Mannschaft im Publikumsbereich und 42 Personen auf der Spielfläche zulassen.

Spieler: 30
Offizielle: 8
Schiedsrichter: 2
Zeitnehmer/Sekretär: 2 (ausgestattet mit Mund-Nase-Schutz und Einweghandschuhen)

Das aktuelle Hygienekonzept gültig ab 20.08.2020

Alle weiteren Infos zum Spielbetrieb und Corona auf unser eigens dafür eingerichteten Seite https://nhv-handball.de/sportbetrieb-und-corona/

Hier weiterführende Informationen zum Thema

Professor Christian J. Kähler hat mit seinem Assistenten Dr. Rainer Hain am Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr München detaillierte Strömungsexperimente durchgeführt, um zu klären, ob die in den Medien kontrovers diskutierten Sicherheitsabstände zwischen Personen aus strömungsmechanischer Sicht sinnvoll sind, inwieweit ein einfacher Mund-Nase-Schutz vor einer Tröpfcheninfektion schützt und ob sich handelsübliche Haushaltsmaterialien eignen, um partikelfiltrierende Schutzmasken zu fertigen, die vor einer Tröpfcheninfektion mit dem Corona Virus SARS-CoV-2 schützen.
https://idw-online.de/de/news744509

Maskenpflicht gilt auch für das Publikum in bayerischen Theater- und Konzerthäusern https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/corona-regeln-worauf-achten-publikum-theater-konzert-bayern-100.html

Maskenpflicht ebenfalls für das Publikum in der Tonhalle Zürich http://www.musik-heute.de/21392/tonhalle-orchester-zuerich-maskenpflicht-fuers-publikum/

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt weitere Lockerungen im Fußball derzeit aus. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der ersten virtuellen CDU-Präsidiumssitzung nach der Sommerpause sagte Merkel am Montag, es könne derzeit wegen der ansteigenden Zahlen von Corona-Infektionen keine weiteren Lockerungen geben. Dies gelte auch für Fußballspiele. Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich zuvor darauf verständigt, dass eine Öffnung der Stadien für die Fans bis mindestens zum 31. Oktober angesichts der momentanen Corona-Situation nicht zu befürworten sei. 

Zum Thema Aerosole und die Bedeutung von Luftaustausch https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/coronavirus-aerosole-neubiberg-bundeswehr-universitaet-1.4991910

Unschärfen in der CoronaSchuVO und der Interpretation der „30er-Regel“

(nhv/ME) Die derzeitige Interpretation der CoronaSchuVO sieht 30 Personen vor, die in den gezielten Kontaktsport gehen. Detailliert wird darauf eingegangen, wie die Offiziellen (8 zugelassene Personen) sowie weitere 4 Personen (SR und Z/S) darauf mit Mindestabstand zu achten haben, dass ein Kontakt zu dem Kreis der 30 unterbleibt.

Nun sieht es in der Realität ja so aus, dass an einem Spieltag mehr als ein Spiel stattfindet und nicht selten Aktive zu Zuschauern werden.

Rein epidemiologisch betrachtet und nach Rücksprache mit einigen Verantwortlichen aus dem Gesundheitswesen ist es nicht zu verantworten, diesen Personenkreis dann unter das Publikum zu mischen, wenn sie ihren aktiven Einsatz hinter sich haben. Anders wäre die strikte Trennung von Aktiven und Passiven ja auch nicht wissenschaftlich begründet.

Meines Erachtens ist hier eine Unschärfe, die eine besondere Beachtung verdienen würde. Entweder nimmt man die Problematik der Covid-19 Bedrohung seriös wahr oder man lebt mit diversen gefühlten Ausnahmen.
Jedenfalls ist es nicht sinnvoll, dass sich nur durch ein Verlassen der Halle und erneutes Betreten durch den Zuschauereingang der Status bzw. die Risikoeinschätzung ändern würde. Vielleicht kann man diesen Punkt auf der Check-Liste, die vor dem Betreten der Halle vorgeschrieben ist, aufnehmen.

Das Thema Luftaustausch ist ebenso sehr vage in der Umsetzung. Pausen und alternierende Belegung von Kabinen soll zwischen den Spielen einen Luftaustausch befördern. Wie werden da eigentlich Kabinen oder Hallen beurteilt, die keine Außenfenster bzw. nur schmale Notausgangsöffnungen vorweisen. Sollte es nur um ein Alibi gehen, wäre dies vielleicht rechtlich konform mit der CoronaSchuVO, aber keineswegs sinnstiftend bzw. logisch nachvollziehbar.

Es fehlt an Texten, die nicht einer nachträglichen Interpretation bedürfen bzw. an Klarheit bei den Entscheidungsträgern. Unbequeme Fragen und Wahrheiten werden viel zu häufig delegiert und lassen am Ende die Vereinsverantwortlichen alleine. Die derzeitige Tendenz, dass sich manche Hygienekonzepte aus dem Copy&Paste ergeben ist nicht im Sinne der Volksgesundheit und der gemeinsamen Aufgabe der Bekämpfung der Pandemie nicht zuträglich.

Martin Eggert, Vorsitzender Neusser Handballverein e.V.

Corona bedingte Verschiebung des Saisonstarts

Die Umfrage war entscheidend.

17. 08. 2020

(hvm/Homepage) Der HVM hat sich vor einiger Zeit, in Abstimmung mit den Kreisen, dazu entschieden die Saison 2020/21 planmäßig durchzuführen. Dies wurde auch in Hinblick auf die Regelungen der Corona-Schutzverordnung, welche den Körperkontakt im Sport wieder erlaubte, entschieden. Diese Entscheidung stand jedoch unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Covid-19 Pandemie.

Seit einiger Zeit kommt es zu einem vermehrten Anstieg der Fallzahlen und die weiteren Entwicklungen sind noch nicht eindeutig abzuschätzen.

Im Laufe der vergangenen Woche wurden daher die angeschlossenen Kreise des HVM darum gebeten, die Vereine zu befragen, ob diese einen planmäßigen Start der Saison befürworten.

Am Ende der Befragung hat sich die Mehrheit der Vereine gegen einen Start Ende August ausgesprochen.

Durch dieses Ergebnis hat sich der HVM dazu entschieden, eine Kehrtwende zu vollziehen und den Saisonstart an eines der veröffentlichten Szenarien anzupassen.

Demnach wird die Saison des HVM erst mit Beginn des vierten Spieltages beginnen, welcher am 19./20.09.2020 gespielt wird.

Sowohl der HVM als auch die Kreise sind sich der Verantwortung bewusst, die diese Pandemie mit sich zieht und behält sich vor, auf weitere Entwicklungen zum Saisonstart zu reagieren.

Saisonstart 2020 im Zeichen von Corona

(nhv/ME) Der Schatten von Covid19/Corona wird wieder dunkler und länger…. Aktuelle Entwicklungen und Daten der Institute und Behörden deuten darauf hin, dass nach den Schulferien neue Dynamik spürbar wird.

Stand 13.08.2020 0:00 haben wir in NRW 53.123 Fälle mit einer 7-Tage Inzidenz von 13,7 sowie einer Zunahme von 2460 Fällen (296,2 Fälle/100.000 Einwohner) in der letzten Woche. Im Vergleich dazu sind die Zahlen z.B. aus Sachsen-Anhalt deutlich geringer mit 2090 Fällen (94,6 Fälle/100.000 Einwohner) , einer 7-Tage-Inzidenz von 2,1 und einer Gesamtzahl von 2090 Infizierten. (Alle Zahlen Quelle: RKI)

Wir sind alle müde diese Statistiken zu interpretieren bzw. überhaupt zu verstehen – fest steht aber, dass NRW und Bayern die beiden Spitzenplätze in den Fallzahlen darstellen.

Etwas weiter in die Karte hineingezoomt kommen wir zum Rhein-Kreis Neuss mit 990 Fällen und 219,5 Fällen/100.000 Einwohner und haben im Norden in Duisburg bereits eine Region mit deutlich schlechteren Zahlen von 2162 Fällen und 433,6 Fällen/100.000 Einwohner.

Aufgrund der Ligazusammenstellungen sind wir fast in allen Jugendklassen überregional im Einsatz und haben dadurch deutlich größere Kreise und es wird sicher schwieriger bei potentiellen Covid19-Fällen die Nachverfolgung zu gestalten. Die Gefahr der Verbreitung in unserem Sportumfeld bekommt einfach eine höhere Dynamik und Brisanz.

Nun kam vom Spielleiter der Regionalliga eine Umfrage von HVM und HVN auf den Tisch, in der die Meinung der Vereine zu einem späteren Start der Saison auf vorerst! Oktober.

Der Neusser Handballverein e.V. hat dies befürwortet.
Dies betrifft jedoch in dieser Umfrage nur die RLNR Senioren.
Begrüßenswert wäre hier ein einheitliches und schnelles Handeln über Verbandsgrenzen und Kreise hinweg. Bitte nicht wieder die Salamitaktik vom März als es darum ging, wie und wann man die Saison vorzeitig beendet.

Derzeit sehen wir dazu noch massive Probleme bei der Umsetzung der CoronaSchuVO:

30 Aktive plus Zuschauer bei strikten Trennungen und Einhaltung der Abstands- und Maskenregeln. Wie soll das z.B. an einem Spieltag mit 3 Jugendklassen und einem Seniorenspiel aussehen? Die 30 Aktiven dürfen sich in keinem Fall mit den Zuschauern bzw. Gästen mischen. Dazu gilt eine detaillierte Nachverfolgungspflicht, die sowohl vor Ort beim Einlass als auch in der Verwaltung nicht unerhebliche Ressourcen bindet. Die Reinigung der Sanitäreinrichtungen, die Leerzeiten bei Mannschaftswechsel in den Kabinen und – im Falle des Hammfelds derzeit ein sehr immanentes Thema – die Durchlüftung bzw. der damit verbundene und für die Minderung der Infektionsgefahr unabdingbare Luftaustausch.

Die Liste der Unklarheiten und Probleme lässt sich im Detail leicht verlängern und macht dann auch sehr deutlich, dass sehr viele ehrenamtliche Freiwillige zur Durchsetzung der Ordnung und der Abläufe vonnöten sind. Aber auch dort fallen Risikogruppen aus und schmälern die Ressourcen weiter.

Ein verantwortlicher Umgang mit der CoronaSchuVO und ein Abgleich mit der Situation in den Schulen sowie den o.g. Zahlenwerken lässt bis zum Jahresende wenig Grund zur Hoffnung wir könnten eine Saison mit halbwegs normalen Abläufen erwarten.

Daher bleibt es beim Neusser Handballverein e.V. zunächst dabei Spiele nur ohne Zuschauer stattfinden zu lassen. Dies gebietet die gemeinsame Verantwortung diese Pandemie mit vereinten Kräften einzudämmen.