Die weibliche B-Jgd des Neusser HV benötigt keine Fortüne gegen die Fortuna

Neusser HV besiegt Fortuna Düsseldorf in der Kreisqualifikation mit 27:18 (17:12)

Zwölf Treffer für den Neusser HV - Theresa Manthei Foto: Thomas Hergarten
Zwölf Treffer für den Neusser HV – Theresa Manthei
Foto: Thomas Hergarten

Erstes Pflichtspiel, erster Sieg. So kurz und knapp ließe sich der 27:18 (17:12) Hinspielerfolg in der Kreisqualifikation des Neusser HV gegen Fortuna Düsseldorf beschreiben. Nach gerade einmal drei gemeinsamen Trainingseinheiten zeigten die Neusserinnen zwar eine engagierte Leistung, ein nervöser Beginn und ein stetiges Auf und Ab in der Abstimmung, waren aber vorprogrammiert. So erlebten die zahlreichen Zuschauer, die trotz der frühen Stunde am Sonntagmorgen in die Hammfeldhalle kamen, ein typisches „Vorbereitungsspiel“, mit vielen Fehlern auf beiden Seiten.

„Ich bin nicht unzufrieden mit der Leistung meines Teams, dass schlicht noch nicht weiter sein kann!“, sagte Trainer Christian Hentschel, der gerne noch zwei Wochen mit seiner Mannschaft trainiert hätte, bevor es zu einem ersten Spiel gekommen wäre. Vor allem in der Defensive fehlte es in den Anfangsminuten an der Feinabstimmung und einer gemeinsamen „Idee“, wie die Fortuna in die Schranken verwiesen werden könnte. Weiter war dort bereits der Gast, der nicht nur das erfahrenere Team auf das Spielfeld führte, sondern auch seit einigen Wochen gemeinsam trainiert und sich ausschließlich auf dieses Spiel vorbereiten konnte. Nicht verwunderlich also, dass die ersten Minuten den Düsseldorfern gehörte, deren Anhang nicht nur den ersten Treffer der Partie lautstark bejubelte. Neben der Feinabstimmung zeigte sich der NHV zudem extrem nervös, vertändelte den einen oder anderen Ball im Angriff und wollte zuviel in der Abwehr. „Wir hatten uns ein Defensivsystem vorgenommen und es war interessant zu sehen, wie das jeder Einzelne des Teams interpretiert hat… Jetzt gilt es die Interpretationen übereinander zulegen und anzugleichen“, sagte Hentschel mit einem Augenzwinkern. Erst nach einer Umstellung auf eine defensivere Variante, kam Stabilität und Ruhe in die Aktionen der Gastgeberinnen, die sogleich mit einigen Treffern in Front gehen konnten.

Auch in der zweiten Halbzeit wechselten sich Licht und Schatten munter ab. Kontinuierlich wuchs aber weiterhin der Vorsprung der Neusserinnen. Aufregung kam erst am Ende der Partie auf, als ein Abschluss unter Bedrängung im Gesicht der Düsseldorfer Torhüterin landete. Spielerinnen, Trainer und Anhang verloren etwas die Fassung und redeten lautstark auf die beiden jungen Unparteiischen ein, die die Situation allerdings souverän lösten und das Spiel ordentlich zu Ende brachten.

„Nächste Woche wollen wir wieder ein Stückchen weiter sein“, erwartet Trainer Christian Hentschel eine Entwicklung seiner Mannschaft, ehe es zum Rückspiel in Düsseldorf kommt, bei dem dann auch wieder Katarina Raspudic teilnehmen kann.

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