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Neusser Damen zermürben Mettmann-Sport und landen Kantersieg!

Was für eine leidenschaftliche Vorstellung der Neusserinnen! Vor rund 100 begeisterten Zuschauern fegten die 1. Damen des Neusser HV das abstiegsbedrohte Team von Mettmann-Sport mit 32:22 (17:13) aus der eigenen Halle und sicherten sich wichtige Punkte in der Oberliga Niederrhein. Kein Kopftreffer, kein ausgekugelter Finger oder die robuste Gangart der Gäste, konnte die Quirinusstädterinnen heute Abend stoppen. Mit einer beweglichen und lauffreudigen Abwehr, vor einer gut aufgelegten Julia Sorg im Tor, zermürbten sie die Angriffsbemühungen der Mettmännerinnen und mit diesen, die Hoffnung auf eine Wiederholung des klaren Hinspielerfolgs. Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde, legten die Gastgeberinnen Tor um Tor vor, um in der zweiten Halbzeit endgültig davonzuziehen. Der Erfolg war nicht nur wichtig im Kampf um den Klassenerhalt und das Sichern des achten Rangs, sondern auch angesichts der kommenden Begegnung, bei dem die Neusserinnen beim Topteam aus Lank (Samstag, 4. Februar 2017, 19.30 Uhr) ihre Visitenkarte abgeben werden.

„Willkommen im Abstiegskampf!“ – so ähnlich lautete wohl der Gruß der Gäste, als gleich im ersten Angriff der Mettmännerinnen, ein unbedrängter Wurf von Rechtsaußen, im Gesicht von Torhüterin Julia Sorg landete. Diese war freilich heute Abend die einzige Torfrau beim NHV, nachdem Wiebke Hagedorn erkrankt absagen musste. Als dann nur wenige Minuten später, Rechtsaußen Annika Honnef mit schmerzverzerrtem Gesicht und ausgekugeltem Finger liegenblieb, ahnten die Zuschauer bereits Böses. „Weder der Gesichtstreffer, noch das Unglück bei Annika, waren absichtlich aber sie hätten uns auch aus dem Konzept bringen können. Wie die Mannschaft darauf reagiert hat – Jule mit einer tollen Leistung im Tor und das Team insgesamt – das hat Eindruck gemacht“, sagte Trainer Christian Hentschel zufrieden. Nach diesen Schreckmomenten, drehte das NHV-Team auf. Konnten sich die Gäste bis dahin noch durch ihre Körperlichkeit durchsetzen und den Angriff der Neusserinnen in Schach halten, dominierten die Gastgeberinnen fortan das Geschehen. Vom zwischenzeitlichen 6:6 (11. Minute) durch Lena Schulze, setzte sich die Gastgeberinnen auf 12:7 (19.) ab. Ein kurzes Durchschnaufen des NHV, das prompt zum 13:11-Anschlusstreffer der Mettmännerinnen führte (22.), folgte eine zweite Drangphase und der Belohnung zu einer 17:13-Pausenführung.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Neusserinnen weiter Druck auf den Angriff der Gäste, die sichtlich Probleme hatten, zu guten Lösungen zu kommen. Und wenn sie welche fanden, dann hatte ihrerseits Julia Sorg meist eine bessere Idee. 22:15 hieß es nach 39 Spielminuten und nach einem kurzen Zwischenhoch der Mettmännerinnen (23:17/ 43.), schraubten die NHV-Mädels den Vorsprung bis zum vorentscheidenden 27:17 (48.). „Wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gäbe, dann, dass wir noch einige Chancen zu einem höheren Erfolg liegengelassen haben. Ansonsten waren wir heute Abend einfach besser! Angriff, Abwehr, Torwart und der Teamspirit waren großartig!“, sagte der Coach und sparte dabei nicht mit Lob. Die Gastgeberinnen ließen nun den Abstand konstant bis zum Endstand von 32:22. „Jede Spielerin hat heute Abend ihren Job toll erledigt und mit Herz und Leidenschaft gespielt. Dass wir dafür belohnt wurden, freut mich für das Team ganz besonders“, sagte die spielende Co-Trainerin Kim Klause abschließend.

Bereits am kommenden Samstag (4. Februar 2017, 19.30 Uhr, Sporthalle Forstenberg, Meerbusch) kommt es zu einem ungleich schwereren Duell. Beim Topteam TuS Treudeutsch Lank werden die Neusserinnen erneut beweisen müssen, dass sie Handball mit Herz und Leidenschaft spielen, um ein gutes Ergebnis erzielen zu können.

Neusser Damen sinnen auf Wiedergutmachung gegen Mettmann

Nach drei sieglosen Spielen soll die Punktekasse der 1. Damen des Neusser HV wieder klingeln. Mit dem Tabellenzwölften Mettmann-Sport, die am Sonntagnachmittag ihre Visitenkarte im Neusser Hammfeld abgeben werden (29. Januar 2017, 17 Uhr), haben die Neusserinnen zudem noch eine Rechnung zu begleichen. „Neben den Spielen in Rade und Überruhr, war das Hinspiel in Mettmann, die wohl größte Enttäuschung für meine Mädels.“, sagt Trainer Christian Hentschel rückblickend auf die 31:21-Niederlage am zweiten Spieltag der Oberliga Niederrhein, der ergänzt: „Wir brennen für das Spiel und freuen uns darauf, das Ergebnis revidieren zu können!“ Dafür zählt der Coach nicht nur auf eine deutliche Leistungssteigerung seines Teams, im Vergleich zum Hinspiel, sondern auch auf die Unterstützung von den Rängen, die am „Super-Sonntag“ der Frauen und Mädchen, bei dem die weibliche A (13 Uhr vs. HSV Solingen Gräfrath) und die weibliche B (15 Uhr vs. TSV Bayer 04 Leverkusen) die Auftaktbegegnungen bestreiten werden, gut gefüllt sein sollten.

Nein – gerne werden sich die Neusserinnen nicht an das Hinspiel in Mettmann erinnern. Damals, am zweiten Spieltag, suchten die Quirinusstädterinnen noch nach ihrer Erfolgsformel und waren, vor allem in der zweiten Halbzeit, gegen das erfahrene und eingespielte Team von Trainerin Sabine Berten chancenlos. Weder den körperlich überlegenen Rückraum, noch das eigene Offensivspiel, konnte das NHV-Team kontrollieren. Und so nahm das Unheil seinen damaligen Verlauf. „Seitdem haben wir noch einige Täler aber auch Höhen gemeinsam erlebt. Das hat uns stark gemacht – als Team und in unserer, seitdem geänderten, Spielweise. Und genau das werden wir am Sonntag zeigen!“, sagt Trainer Christian Hentschel zuversichtlich. Den Optimismus lässt sich das Neusser Team auch nicht davon nehmen, dass die vergangenen Wochen eine erneute Prüfung für die eigene Mannschaft bedeuteten und die Verletzten sowie Erkrankten, erst in dieser Woche zurück ins Training kamen. Im Gegenteil – am Sonntag können die Neusserinnen wohl auf einen vollen Kader zählen, der neben den Wiedergenesenen, auch wieder A-Jugendliche dazuzählen kann. „Das wird uns helfen, die sechzig Minuten am Limit durchhalten zu können!“, sagt die spielende Co-Trainerin Kim Klause.

Die erfolgreichsten Torschützinnen des Hinspiels – 31:21 (16:12)
NHV: L. Klause (7/2), Emmerich (5), Höfig (4)// ME: Beckmann (6), Heidkamp (6), Habekost (5)

Ergebnisse 2015-2016: ME vs. NHV 20:12 // NHV vs. ME 24:17
Bisherige Bilanz: 2 Siege – 0 Remis – 8 Niederlagen

Neusser Damen geraten in Mettmann unter die Räder

Der zweite Auftritt in der Handball-Oberliga der Frauen, war für den Neusser HV einer zum Vergessen. Mit 31:21 (16:12) unterlagen die heimischen Balljägerinnen bei Mettmann-Sport. Besonders im Angriff fehlte den Gästen von Beginn an die Durchschlagskraft. Fehler reihte sich an Fehler, die gepaart mit zu zaghaften und mutlos wirkenden Angriffsaktionen, auch nicht durch eine erneut passable Deckungsreihe kompensiert werden konnte. So keimte nach der verschlafenen Anfangsviertelstunde, nur nach der ersten Auszeit der Neusserinnen Hoffnung auf, als der zwischenzeitliche Fünf-Tore-Rückstand, auf zwei reduziert werden konnte. Doch schon vor der Pause legten die Mettmännerinnen, die einfach entschlossener in ihren Aktionen wirkten, wieder einen Gang zu. In der Schlussviertelstunde fanden die Gäste wiederum kaum noch Lösungen, während Mettmann-Sport befreit aufspielte und das Ergebnis in unerfreuliche Höhe schraubte.

Frustriert und auch geschockt – die Damen des Neusser HV blickten nach dem Spiel noch etwas länger ins Leere. So hatten sie sich ihren zweiten Auftritt nicht vorgestellt. Optimistisch waren sie nach Mettmann gereist. Der Kader endlich gefüllt und nach einer ordentlichen Trainingswoche und einem guten ersten Auftritt, sollte der nächste Schritt in der Entwicklung folgen. Doch wie zerbrechlich das Gebilde des Neusser Spiels noch ist, zeigte sich in den vorangegangenen Spielminuten. Die hohen Erwartungen ans eigene Spiel schlugen mit voller Wucht zurück, das nach verpatzter Anfangsviertelstunde, nicht mehr die Nervosität und Zaghaftigkeit herausbekam. Mit jedem erfolglosen Angriff wuchs die Anspannung in den Gesichtern der Neusserinnen und die Anzahl einfacher Fehler stieg in die Höhe. Die Gastgeber präsentierten sich dagegen entschlossen und gewillt, ihr erstes Heimspiel der Saison erfolgreich zu gestalten. Folgerichtig erspielten sich die Hausdamen eine komfortable 10:5-Führung (14. Minute). Erst eine intensive Auszeit von Trainer Christian Hentschel schien die Gäste aufzuwecken und den Kopf wieder in die Spur zu bringen. „Wir haben intensiver verteidigt, den einen oder anderen Ball gehalten, vor allem weniger Ballverluste im Angriff gehabt und sind vereinzelt entschlossen in die vorbereiteten Zweikämpfe gegangen. Das hat gereicht, um unser Spiel kurzzeitig zu stabilisieren“, sagte der Coach. Vier schnelle Tore ließen den Vorsprung der Mettmännerinnen auf 11:9 (21.) zusammenschmelzen. Die Hoffnung, dass sich die Neusserinnen bis zur Pause weiter in Schlagdistanz oder zum Ausgleich bringen könnten, blieb jedoch unerfüllt. „Ein verworfener Ball hier, ein Passfehler da und eine unentschlossene Aktion dort und schon verpassen wir das Momentum und die Chance, Mettmann zum Nachdenken zu bringen“, haderte Hentschel. Stattdessen nutzten die Gastgeberinnen diese Fehler, um wieder auf den Pausenstand von 16:12 davonzuziehen.

„Zu Beginn der zweiten Halbzeit habe ich noch gedacht, wenn uns jetzt mal eine kleine Serie gelingt, dann geht noch was! Dann spielen wir uns frei!“, blickte der Trainer der Neusserinnen zurück. Denn die Mettmännerinnen kamen etwas fahrig aus der Kabine, leider ohne daraus einen entscheidenden Rückschlag hinnehmen zu müssen. Symptomatisch für das heutige Spiel der Neusserinnen waren aber jene Angriffe und Abwehraktionen in der Phase bis zur 44. Minute. Die NHV-Damen erspielten sich gute Abschlussmöglichkeiten, zögerten aber einen Moment zu lange, trafen die falsche Entscheidung oder schlossen unpräzise ab. Im Gegenzug brachten sie die Gastgeberinnen mehrfach bis zum Zeitspiel, um dann doch noch den Gegentreffer zu kassieren oder die abgefangenen Bälle landeten postwendend wieder beim Gegner. Das schien die Neusserinnen endgültig zu zermürben, die den Rückstand bis dahin noch konstant halten konnten (21:17/44.), dann aber zunehmend ins Hintertreffen gerieten. Am Ende stand die deutlich 31:21-Niederlage auf der Anzeigetafel, die die Spielerinnen des NHV noch minutenlang ungläubig anstarrten.

Allzu lange sollten sich die NHV-Mädels aber nicht grämen. Bereits am kommenden Wochenende empfangen die Neusserinnen einen weiteren Aspiranten auf den Aufstieg in die Regionalliga Nordrheinliga, wenn der TuS Treudeutsch Lank seine Visitenkarte im heimischen Hammfeld abgeben wird (Sonntag, 25. September 2016, 16 Uhr, Anton-Kux-Straße). „Bei aller berechtigten Kritik am heutigen Spiel – wir sollten das realistisch einschätzen, geduldig und positiv bleiben. Es war auch heute zu erkennen, dass das Spielsystem für meine Mädels passt. Wir benötigen aber Stabilität und Vertrauen in das eigene Können, was wir uns im Training erarbeiten werden!“, bleibt der Neusser Coach gelassen.

Spielstatistik unter: http://liveticker.sis-handball.org/game/show/001517505502502000000000000000000001013

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Abwehr – Neusser HV will sich weiter steigern und punkten

Oberliga Niederrhein, 2. Spieltag:
Mettmann-Sport 1. Damen vs. Neusser HV 1. Damen
Samstag, 17. September 2016, 16.30 Uhr
Herrenhäuser Straße, Mettmann

Am morgigen Samstagnachmittag treffen die „Enttäuschten“ des ersten Spieltages der HVN-Oberliga aufeinander, wenn die Neusser Erstvertretung bei Mettmann-Sport gastiert. Sowohl die Gastgeberinnen (28:20-Niederlage bei der SG Überruhr), als auch die Quirinusstädterinnen (23:26-Heimniederlage gegen den TV Walsum-Aldenrade), verloren ihre Auftaktpartien.

Von „Enttäuschung“ spricht Christian Hentschel, Trainer der Neusserinnen, aber nicht, wenn er die Leistung seiner Schützlinge am vergangenen Wochenende einordnen soll: „Nein, überhaupt nicht! Angesichts des Kaders vom Wochenende, der so nicht einmal zusammen trainiert hat und dem aktuellen Entwicklungsstand des Teams insgesamt, haben wir bereits eine ordentliche Leistung abgeliefert.“

Damit sich die Leistung an diesem Wochenende auch in gewonnenen Punkten niederschlägt, haben die Neusserinnen in dieser Woche verstärkt am Angriffsspiel gearbeitet. Passqualität und –geschwindigkeit standen genauso im Fokus wie das weitere Feintuning der Abläufe. „In der Abwehr haben wir bereits eine gute Leistung aufs Feld bringen können, die wir gegen Mettmann weiter steigern wollen! Gepaart mit einer Steigerung aller Spielerinnen im Angriff, der weiterhin geduldig bleiben soll aber effektiver die Räume nutzt, erhöht das unsere Chancen auf einen Erfolg!“, blickt der Trainer gespannt auf das kommende Wochenende.

Positiv auswirken soll sich für das Trainerduo Hentschel/ Klause auch, dass das Team wieder auf Lisa Klause und erstmalig auf Neuzugang Thea König zurückgreifen kann. Aus der weiblichen A-Jugend, die in dieser Woche gemeinsam mit den Damen trainierte und dabei am gestrigen Donnerstag die Trainingshalle mit 28 Spielerinnen auf dem Feld, beinahe zum Bersten brachte, rücken erneut Luisa Teusch und Anna-Sophie Emmerich auf. Fehlen werden dagegen die Langzeitverletzte Constanze Galla (Kreuzbandriss) und Lea Schlosser (2. Damen).

Mit Mettmann-Sport erwartet den Neusser HV ein Gegner auf Augenhöhe. Spielertrainerin Sabrina Berten kann bei ihrem Team, das nur unwesentlich verändert zur Vorsaison auftritt, auf viel Erfahrung zurückgreifen. Prominentester Neuzugang ist die drittligaerfahrene Kim Spiecker, die aber noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses laboriert und ausfällt. In der vergangenen Saison liefen beide Teams direkt hintereinander ins Ziel ein. Während die Gastgeberinnen von Samstag auf Rang 12 landeten, belegten die Neusserinnen den 13. Rang. Auch der direkte Vergleich zeigte sich ausgeglichen. Das Hinspiel in Mettmann gewann das Berten-Team mit 20:12, das zweite Duell entschied der NHV mit 24:17 für sich. Zwei recht torarme Partien, sodass sich auch für dieses Wochenende voraussagen lässt: die bessere Defensive entscheidet das Spiel!