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NHV zu Gast bei SG Überruhr

Das Auswärtsspiel bestritten wir diesen Sonntag gegen den aktuellen Tabellenzweiten aus Überruhr. Mit einer erfreulicherweise fast vollen Bank sind wir gut ins Spiel gestartet und konnten uns eine Führung erarbeiten. Durch die schwankende Abwehrleistung konnten wir diese allerdings nicht halten und das Spiel entwickelte sich zu einem Kopf-an – Kopf-Rennen, wo wir zur Halbzeit jedoch leicht die Nase vorn hatten. Durch viele Wechselmöglichkeiten und eine konstante Leistung im Angriff gelang es uns in der zweiten Halbzeit die Führung nach und nach auszubauen und zwischenzeitlich mit 5 Toren vorne zu liegen. Am Ende gewannen wir mit 29:26. Und konnten trotz 4 Plätze Tabellenunterschied den Sieg mit nach Hause nehmen.

Deutliche Niederlage in Überruhr – NHV enttäuscht eine Halbzeit lang und steckt nun tief im Abstiegsstrudel

Das Aufbäumen gegen die Niederlage kam viel zu spät! Im direkten Duell mit dem Tabellennachbarn SG Überruhr, verloren die Neusser Regionallighandballerinnen eine Halbzeit lang den Kopf und damit die Partie, die deutlich mit 33:21 (17:8) verloren ging. Trotz der personellen Rückschläge, die eine gezielte Vorbereitung auf diese Partie nahezu unmöglich machten, waren die Gäste zuversichtlich angereist, konnten aber in der ersten Hälfte nicht an die ansprechenden Leistungen der Vorwochen anknüpfen. Nach gutem Beginn, warfen die Neusserinnen in der Folge den Matchplan völlig über Bord, befeuert durch zahlreiche strittige Entscheidungen, des insgesamt indisponiert wirkenden Schiedsrichter-Gespanns. Die Gegenwehr in der zweiten Halbzeit reichte nicht mehr, um den heute besseren Gastgeberinnen noch gefährlich werden zu können, die nun mit vier Punkte Abstand zum NHV, durchatmen dürfen. Dagegen spitzt sich die Lage für die Neusserinnen weiter zu, die nach Abschluss des Spieltages, noch auf einen Abstiegsrang rutschen können. Schwere Zeiten für die Quirinusstädterinnen, die nun fünf Endspiele vor der Brust haben, um den Klassenerhalt zu sichern.
Bereits nach vierzehn Minuten schwante Trainer Christian Hentschel nichts Gutes. Da hatte gerade Hannah Kuhlmann zum 10:3 für die SG eingenetzt, eine erste Neusser Auszeit verpuffte vorher wirkungslos und Alina Neuer musste bereits zum zweiten Mal mit einer ungerechtfertigten Zeitstrafe vom Feld. Den Neusser Übungsleiter machten vor allem die eigenen Unzulänglichkeiten Sorgen, die seine verunsichert wirkende Mannschaft gerade zu Hauf produzierte und die taktischen Vorgaben vergessen ließ. Richtig fokussiert präsentierten sich dagegen die Gastgeberinnen, die gut vorbereitet wirkten auf die Lösungen des Neusser Angriffes und die Defensive der Gäste entschlossen schwindelig spielten. „Wir haben keinen Zugriff bekommen in der ersten Hälfte, weder spielerisch, noch emotional. Das müssen wir uns zu allererst selbst ankreiden. Die, in der ersten Halbzeit, einseitige Spielleitung hat aber sein Übriges zum Ausmaß beigetragen!“, bemängelte Hentschel das eigene Auftreten und die ungewollte Einflussnahme der Unparteiischen. Neben den zum Teil unberechtigten Zeitstrafen für das eigene Team, sah der Neusser Coach die Aktionen auf der Gegenseite nicht ausreichend sanktioniert. So musste Kreisläuferin und Abwehrchefin Lisa Klause nach zwanzig Minuten die Segel streichen, nachdem eine der unzähligen Ringeinlagen, zu einem ausgerenkten Halswirbel führten. „Das hat unser Spiel und unsere Handlungsmöglichkeiten deutlich beeinträchtigt!“, sagte Hentschel noch immer kopfschüttelnd.
Erst in der zweiten Hälfte befreiten sich die Neusserinnen vom Druck und der Verunsicherung der ersten Hälfte. Das Verkürzen des Vorsprungs der Gastgeberinnen gelang aber weiterhin nur mäßig. Zu viele Torchancen blieben in dieser Phase ungenutzt, sodass nach 44 Minuten immer noch sieben Tore aufzuholen waren (23:16). Nachdem Alina Neuer, gerade erst wieder nach ihrer zweiten Zeitstrafe in der ersten Hälfte eingewechselt, mit der dritten Zeitstrafe und roten Karte bedacht wurde, sich Lisa Klause dafür wieder aufs Feld schleppen musste und die Kräfte sichtbar nachließen, nutzte auch die zumeist gebotene Überzahl nichts mehr und Überruhr erhöhte wieder bis zum Endstand von 33:21. „Wir haben heute Nachmittag nicht die Leistungen der letzten Wochen zeigen können und kamen damit für einen Sieg nicht in Frage. Das ist richtig bitter für uns und wir müssen noch einmal jeden Stein umdrehen, um die Ursachen dafür zu finden. Da lasse ich die Verletzungssorgen nur bedingt gelten. Genauso würde ich mir aber auch in den zukünftigen Partien, in denen es um Auf- oder Abstieg geht, wünschen, dass die besten Gespanne eingesetzt werden. Das hätten sich alle Beteiligten verdient!“, so Hentschel abschließend.
Weiter geht´s für die Neusserinnen mit dem Derby gegen Fortuna Düsseldorf. Am kommenden Sonntag (18. März 2018, 16.30 Uhr) reist der Tabellenvierte über den Rhein ins Neusser Hammfeld, ehe die Osterpause für eine kurze Verschnaufpause sorgt.
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NHV-Damen wild entschlossen –Verletzungssorgen führen zu trotziger Einstellung

Erst hatten sie kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu – passender könnte die derzeitige Lage bei den Neusser Regionalligahandballerinnen, vor dem Tabellennachbarschaftsduell mit der SG Überruhr (Samstag, 16.00 Uhr, Klapperstraße), kaum beschrieben werden. Erst die unglücklichen Niederlagen gegen die Topteams der Liga, in denen die Neusserinnen einen klaren Aufwärtstrend verfolgten, jetzt die unglaubliche Pechsträhne des ohnehin knapp bestückten Kaders, der gleich mehrere Ausfälle verzeichnen musste. Und dennoch – statt für Entmutigung, sorgen die Probleme für Trotz bei den Akteuren aus der Quirinusstadt: „Solange wir sieben Neusserinnen auf die Platte stellen können, bieten wir Überruhr einen beherzten Kampf, mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen!“, sagt Trainer Christian Hentschel. Doch ein beherzter Auftritt alleine wird nicht reichen im Kampf um den Klassenerhalt. Zwei Punkte sollten am Ende auch den Weg auf das Neusser Konto und die Pechsträhne damit ein Ende finden.

 

Ein Sieg in der Essener Sporthalle Klapperstraße ist kein einfaches Unterfangen. Die heimstarken SGÜ´lerinnen, die drei ihrer vier Saisonsiege zu Hause feiern durften, gelten als technisch gut ausgebildete Mannschaft. Trainer Jörg Büngeler kann dabei besonders auf die Torgefahr der großgewachsenen und noch jungen Jule Kürten setzten, wie auf die Erfahrung der flinken Rechtsaussen Sabine Bruns. Ein gute Mischung aus Jung und Alt, die allerdings seit Anfang Februar ebenfalls über einen herben Verlust klagen musste. Denn mit Amelie Polutta fehlt die Dirigentin des Essener Angriffsspiels. Dennoch setzten sich die kommenden Gastgeberinnen zuletzt in Walsum-Aldenrade durch und verpassten nur knapp einen Erfolg in Dünnwald. „Die SG ist sehr zweikampfstark und im Zusammenspiel mit ihren Kreisläuferinnen und Aussen, sehr gefährlich. Da müssen wir besonders wachsam sein, wenn wir erfolgreich sein möchten!“, sagt der Neusser Trainer zu den Stärken der SG. Auch gegen die 3:2:1-Deckung der Gastgeberinnen wollen sich die Neusserinnen wieder etwas Neues einfallen lassen, „oder eher müssen wir das, aufgrund unserer Verletzungssorgen!“

 

Fehlen werden dem NHV-Team am kommenden Samstag definitiv Annika Honnef (Bänderriss Sprunggelenk) und Jacky Sorg, deren Nasenbeinbruch bestätigt wurde und bereits heute operiert werden soll. Weil auch ein Virus die Mannschaft erfasste, sind weitere Ausfälle möglich. „Die Ausfälle sind alleine schon aufgrund der Kräfteverteilung bitter. Fakt ist aber auch – es stehen noch immer genügend Mädels auf dem Feld, die unsere Abläufe beherrschen. Wir haben zudem in der jüngeren Vergangenheit mehrfach nachgewiesen, dass wir in solchen Situationen über uns hinauswachsen können. Der Druck liegt jedenfalls nicht bei uns!“, ist Hentschel nach wie vor von seinem Team überzeugt.

Zwischen Himmel und Hölle – Herzschlagfinale rettet Neusser Damen einen Punkt gegen Überruhr

Punkt gewonnen oder Punkt verloren? Wer, wie Damen des Neusser HV, innerhalb von dreißig Sekunden, noch einen Zwei-Tore-Rückstand praktisch mit der Schlusssirene zum 23:23 (11:7)-Remis gegen die SG Überruhr dreht, der darf sich noch als Gewinner fühlen. Zumindest moralisch. Am Ende ist es aber auch eine vergebener Heimsieg, denn die Gastgeberinnen dominierten die erste Halbzeit mit ihrer sattelfesten Abwehr und schienen sicher auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch irgendwo an dieser Biegung, in der Halbzeitpause, nahm das NHV-Team die falsche Richtung und präsentierte sich in der Folge fast apathisch. Mehr noch, sie luden die Gäste förmlich dazu ein, wieder mitzuspielen und sogar an ihnen vorbeizuziehen, weil sie im Angriff keinen Ball mehr im Gehäuse von Vanessa Seckelmann unterbrachten oder den Ball vorher verloren. Als dann die Defensive zudem bedrohlich wackelte, schien alles auf eine enttäuschende Heimniederlage hinauszulaufen. Doch dann kamen noch einmal dreißig Sekunden, die die Achterbahnfahrt der rund 100 Zuschauer noch einmal beschleunigte – mit positivem Ausgang für die Neusser Damen.  

 

„Für die Moral der Mädels ist der eine Punkt, wie er dann am Ende zustande kam, definitiv ein Plus!“, sagte Trainer Christian Hentschel nach der abwehrbetonten und am Ende dramatischen Partie. Gänzlich zufrieden werden sie im Neusser Lager aber auch nicht sein. Und das zu Recht. Zu überlegen wirkte das, was die Neusserinnen in der ersten Halbzeit aufs Parkett brachten. Ohne wirklich zu glänzen, hatten die Gastgeberinnen die SG Überruhr scheinbar sicher im Griff. Die Abwehr ließ kaum gute Tormöglichkeiten der Gäste zu und die Offensive spielte disziplinierter und unaufgeregter als zuletzt, wenn auch manchmal sichtlich das Tempo fehlte. Trotzdem wuchs die 2:1-Führung (3. Minute), bis zum 8:4 (22.) und 11:6 (29.), beständig an. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff verkürzten die Gäste wieder auf 11:7, blieben aber bis dahin den Anspruch schuldig, einen oder mehr Punkte mitnehmen zu können.

 

Das änderte sich schlagartig in der zweiten Halbzeit. Im gleichen Maße, wie die Hausdamen abbauten und immer hektischer oder wahlweise apathisch agierten, witterten die Gäste Morgenluft. „Überruhr war mental eigentlich schon weg vom Fenster. Wir haben sie aber mit Nachdruck eingeladen wieder teilzunehmen und mitzuspielen“, ärgerte sich Hentschel. Weil auch die Defensive plötzlich schwächelte, kamen die Gäste nicht nur wieder bedrohlich nahe, sie übernahmen nach 47 Minuten (16:17) auch erstmalig wieder die Führung nach dem 0:1. Mehr noch – die SG erhöhte bis zum 16:19 (49.). Jetzt waren es die Gastgeberinnen die mental angeschlagen waren, auch wenn sie immer wieder bis auf einen Treffer herankamen. Spätestens mit dem 21:23 durch Amelie Polutta, zwei Minuten vor dem Ende und „erst Recht nach den beiden vergebenen Großchancen, war die Messe eigentlich gelesen. Die Manndeckung war das letzte Mittel“, sagte Hentschel, der dann hoffnungsvoll wie die Zuschauer auch, mit ansah, wie Luisa Teusch zum 22:23 verkürzte, 23 Sekunden vor dem Ende. Anwurf, eine Essener Spielerin vertändelt noch einmal den Ball, Madita Schut sprintet nach vorne, Lisa Klause passt und drei Sekunden vor dem Schlusspfiff netzt Schut zum Endstand ein. Während die SG-Spielerinnen enttäuscht zu Boden sinken, jubeln die Gastgeberinnen über den geretteten Punkt.  

 

„Wir wollten heute schwer schlagbar sein und haben das in der ersten Halbzeit und in den letzten beiden Minuten erreicht. Dazwischen liegt noch weitere Entwicklungsarbeit vor uns. Der Punkt und das positive Ende sind trotzdem wichtig, auch angesichts der kommenden Herausforderung in Düsseldorf und der darauf folgenden, erneuten Spielpause.“, resümierte Hentschel. Der kommende Spieltag führt die Neusserinnen zum ersten Derby dieser Saison. Bei Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 12. November, 13 Uhr), die sich nach dem Fehlstart in Überruhr am ersten Spieltag, seitdem verlustpunktfrei, bis auf den dritten Platz heraufgespielt hat, sind die NHV-Damen wieder die krassen Außenseiter. „Wir fahren aber nicht dahin, um freundlich die Punkte zu überreichen. Wir werden kämpfen bis zum Umfallen und wollen uns weiter entwickeln!“, sagte Hentschel abschließend.

Rückbesinnung auf die eigenen Stärken – Neusser Damen streben den ersten Heimsieg der Saison an

Es knistert rund ums Neusser Hammfeld. Nach der rund zweiwöchigen Spielpause in der Regionalliga Nordrhein, scharren die 1. Damen des Neusser HV, vor ihrem nächsten Heimspiel gegen die SG Überruhr am kommenden Sonntag (5. November 2017, 16.30 Uhr), bereits mit den Hufen und wollen zum ersten Sieg in eigener Halle gelangen. Zuvor galt es aber die vier Pleiten in Serie aufzuarbeiten und neues Selbstvertrauen zu schöpfen, weshalb auch der Neusser Trainer sagt: „Normalerweise ärgern einen die Spielpausen, weil man ins Stocken geraten kann. Für uns kam dieser Break goldrichtig! Wir konnten den Reset-Knopf drücken und werden nun neu angreifen!“ Dafür arbeiteten die Neusserinnen in den vergangenen Tagen intensiv an ihrem Angriffsspiel, das als größtes Entwicklungsfeld erkannt wurde und nun die SG Überruhr vor Probleme stellen soll. „Unsere Abwehr war bereits in den vergangenen Partien zumeist gut. Wenn wir unsere Angriffe nun effizienter ausspielen und unsere Ballgewinne in einfache Tore ummünzen können, sind wir nur schwer zu schlagen. Und das ist unser Ziel für das Wochenende – wir wollen schwer zu schlagen sein!“, sagt der Neusser Trainer.

Mit dem Tabellensiebten SG Überruhr kommt die Überraschungsmannschaft des ersten Spieltages ins Neusser Hammfeld. Das Team vom bisherigen Co-Trainer Jörg Büngeler, der den Cheftrainerposten zu dieser Saison von Bernd Vatter übernommen hatte, überraschte die favorisierte Fortuna aus Düsseldorf sichtlich, mit der neu eingeführten 3:2:1-Deckung und ergatterte verdient die Punkte zum Auftakt. Danach schwankten die Leistungen der Essenerinnen aber, die neben dem weiteren Erfolg gegen den Tabellenletzten TV Walsum-Aldenrade, auch drei Niederlagen einstecken mussten. „Das Team wirkt recht homogen, auch wenn Amelie Polutta und Jule Kürten offensichtlich die Fäden im Angriff ziehen. Unverwundbar sind sie aber nicht und das haben wir im letzten Jahr nachweisen können. Das wird eine intensive Begegnung, auf die wir uns freuen!“, so Trainer Christian Hentschel zum kommenden Gegner.

Auch die Unterstützung des heimischen Publikums soll dabei helfen, dass die nächsten Punkte auf dem Konto der Gastgeberinnen landen. „Es sind kaum hundert auf der Tribüne aber für die Mädels fühlt es sich oft so an, als stünde eine ganze Fanwand hinter ihnen, die sie trägt – so laut kann es werden. Hoffentlich helfen alle auch am Wochenende mit, dass es für die SG schwer wird uns zu schlagen!“, setzt Hentschel auf den Heimbonus bei diesem Spiel. Auf verletzte Spielerinnen müssen die Neusserinnen am Sonntag voraussichtlich nicht verzichten und auch die Urlauber werden wieder mit an Bord sein, sodass einem spannenden Spiel nichts mehr im Wege stehen sollte…

Weibliche A-Jugend gewinnt mit 33:26 gegen den Haaner TV

Nach der Niederlage vor einer Woche bei der SG Überruhr darf sich die wA nun kaum noch einen Patzer leisten, um nicht noch den zweiten Platz zu gefährden.
Sehr sicher und dementsprechend auch erfolgreich startete die Mannschaft in die Partie und ging schnell mit einem 7:2 in Führung. Das, was diesen guten Start ermöglichte, die Abwehr, wurde dann im weiteren Verlauf jedoch zum Problem und klare Torchancen wurden nicht genutzt. So ging man mit einem Rückstand von 14:15 in die Halbzeit.
Nach dieser gelang es den Neusserinnen dann wieder ihr Spiel so aufzubauen wie am Anfang und man konnte über den Verlauf der Halbzeit den Vorsprung immer weiter ausbauen.
Nächstes Wochenende ist die Mannschaft dann zu Gast beim TV Lobberich und es gilt noch einmal, alles zu geben, um unbeschwert die Saison beenden zu können.
Für den NHV spielten: Hergarten (Tor), Hagen (Tor), Holzke (7), Raspudic (5), Teusch (4), Schlosser (4), Emmerich (4), Eckert (4), Gieseler (3), Müller (1), Versteeg, Hamacher, Barnett, Körbes

Ein „Traum“ wurde wahr – Neusser Damen knacken den Favoriten Überruhr

Bereits Minuten vor dem Ende standen die Zuschauer applaudierend für die 1. Damen des Neusser HV auf – und das völlig zu Recht! Mit einer brillanten Team- und Willensleistung, entzauberten die jungen Gastgeberinnen, beim 35:27 (14:11)-Heimsieg, den Tabellenvierten SG Überruhr. Ein Sieg, den sich die Mannschaft „erträumte“, um die derbe Hinspielpleite wettzumachen und den sie sich so leidenschaftlich erspielte, dass die Zuschauer begeistert mitgingen. Nach einem Blitzstart, überstanden die Neusserinnen auch kritische Situationen, netzten zu den richtigen Zeitpunkten im gegnerischen Tor ein und setzten die Gäste immer wieder mit ihrer starken Abwehr so unter Druck, dass diese nicht ins Spiel fanden. Am Ende konnten sich die Gäste noch glücklich schätzen, dass die Pleite nicht deutlicher ausfiel. Voller Euphorie übertrieben es die Gastgeberinnen am Ende ein wenig und ließen den Zehn-Tore-Vorsprung noch einmal zusammenschmelzen. Dennoch – mit dem Coup von heute Abend, legten die Neusserinnen nicht nur einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt zurück, sondern holten sich auch den „ausgeliehenen“ achten Rang in der Tabelle zurück, den der TV Lobberich über Nacht übernehmen durfte.

Sollte das Studium nicht klappen, die junge Rechtsaußen Annika Honnef sollte zur Hellseherei wechseln. Bereits am vergangenen Dienstag lag sie dem Team mit ihrem „Traum“ in den Ohren, der einen Erfolg gegen die SG vorsah. Zunächst noch belächelt, ob der derben Hinspielpleite in Überruhr, sollte sich die Vorhersehung bereits in den Anfangsminuten erhärten. Mit einem Blitzstart überrumpelten die Gastgeberinnen die Essenerinnen. Bereits nach drei Minuten (3:1) zog SGÜ-Trainer Bernd Vatter den grünen Karton, um sein Team neu einzustellen. Denen schmeckte die aggressive und bewegliche Abwehr der Neusserinnen bis dahin genauso wenig, wie das konsequente Angriffsverhalten der Gastgeberinnen. Doch auch nach der Auszeit zeigten sich die Gäste beeindruckt und baute der NHV seinen Vorsprung auf 6:1 (6. Minute) aus. Erst jetzt fanden die Essenerinnen ins Spiel, auch dank einer ersten Unsortiertheit der Neusserinnen, die ihrerseits nun mit dem Kopf durch die massive Gäste-Defensive wollte. Beim 12:9 (18.) reichte es auch dem Neusser Trainer. „Ich habe nicht verstanden, warum wir plötzlich so vogelwild waren, uns über Kleinigkeiten aufregten und darüber unsere Linie verloren“, sagte Christian Hentschel rückblickend, der versuchte seine Mädels wieder zu beruhigen und erneut auf Kurs zu bringen. Zwar gelang den Gäste noch der Anschluss zum 12:11 (20.), danach besannen sich aber seine Schützlinge und bauten den Vorsprung erneut bis zur 14:11-Halbzeitführung aus.

Die zweite Halbzeit begann zunächst mit einer ersten Bewährungsprobe, als erst Lisa Klause und dann Sandra Höfig auf die Strafbank mussten und die SGÜ auf 19:18 verkürzte (37.). Wieder verstärkten die Neusserinnen ihre Defensivbemühungen, die sie benötigten, weil im Angriff etwas Sand ins Getriebe geraten war. So blieb die Partie spannend bis zum 21:20 (45.). Jetzt explodierten die Gastgeberinnen förmlich und spielten sich in einen Rausch. Über 26:20 (50.) und 30:22 (54.), wuchs der Vorsprung bis auf 35:25 (59.) an. Auch die offene 3:3- und 3:2+1-Deckung half den Gästen nicht mehr. Am Ende wurden die Quirinusstädterinnen noch etwas übermütig, „aber wer will es ihnen verdenken? Das war einfach die pure Freude über diesen überraschenden Erfolg, den sich die Mädels so verdient haben!“, sagte Trainer Christian Hentschel freudestrahlend. ÜBerruhr verkürzte in den verbleibenden 90 Sekunden noch auf 35:27 und darf sich wohl auch über die Höhe der Pleite nicht beschweren. „Anni darf ruhig öfter solche Träume haben“, witzelte Co-Trainerin Kim Klause, die wie alle anderen Spielerinnen völlig ausgepumpt aber glücklich über den Erfolg war.

Am kommenden Wochenende, mit dem zweiten Heimspiel in Serie, können die Neusserinnen die errungenen Punkte nun vergolden. Gegen den Aufsteiger Rheydter TV wollen und muss das NHV-Team mit gleicher Leidenschaft und Präzision zu Werke gehen, will man die Punkte im Hammfeld erneut behalten. „Rheydt ist sehr unangenehm zu spielen. Sie geben nie auf und haben richtig Qualität im Kader. Das wird extrem spannend!“, blickt Hentschel auf den 19. Februar 2017 voraus (16.15 Uhr).

26:26 im Spitzenspiel wA Oberliga NHV:SG Überruhr

In einer guten Oberliga Partie mussten die NHV Mädels den ersten Punktverlust gegen die starken Gäste aus Überruhr hinnehmen. Zunächst sah es gar nicht danach aus, denn mit einem 4:1 Start fand man gut in die Begegnung. Überruhr ließ sich jedoch nicht abschütteln, hielt dagegen und kam durch die Damen-Oberliga erprobte Rückraumspielerin Amelie Polutta bis zum 7:6 immer wieder ran. Nach einer Auszeit und Neuausrichtung zeigten die NHV-Girls wieder ihr großes Kämfperherz und bauten die Führung durch schöne Kombinationen bis zum 17:13 Halbzeitstand aus. In Halbzeit zwei wurde es dann dramatisch. Überruhr verkürzte und schaffte erstmal beim 20:20 den Ausgleich. Vanessa Müller lief alleine auf das Gästtetor zu und wurde von ihrer Gegenspielerin von hinten umgerissen. Den fälligen Strafwurf verwandelte Emilie Lipok sicher zur erneuten 21:20 Führung. Die folgerichtig entsprechende Strafe blieb unverständlicherweise aber aus. Überruhr kämpfte weiter und kam gegen eine nachlassende Neusser Abwehr zu weiteren Toren und ging beim 24:23 sogar erstmals in Führung. Neuss zeigte Moral, glich nicht nur aus, sondern ging beim 25:24 und beim 26:25 durch Annika Holzke wieder in Führung, die die SG 25 Sekunden vor Schluß ausglich. Eine letzte Auszeit sollte dann die Wende bringen. Warum der Schiedsrichter mit dem Anstoß den Neusserinnen dann in Überzahl durch passives Warnzeichen den möglichen Siegtreffer verwehrte, wird für immer sein Geheimnis bleiben.
Wir hatten heute insbesondere in der 2. Halbzeit einiges an Wurfpech und auch in der Abwehr nicht immer die richtigen Absprachen, befand Neuss Coach Christoph Schon selbstkritisch. Dennoch hätte das Spiel vor allem 2 Schiedrichter verdient gehabt.
Für den NHV kamen zum Einsatz: Hergarten und Hagen im Tor, Teusch , Dostal und Barnett (je 1), Lipok, Müller, Emmerich und Körbes (je 2), Hamacher (3), Eckert (5) und Holzke (6)

Neusser Damen taumeln weiter durch die Liga – 17:38-Klatsche bei der SG Überruhr

Sie wollten ihre Außenseiterchance nutzen und endlich punkten. Es endete für den Neusser HV im Debakel. Mit 17:38 (8:18) unterlagen die 1. Damen bei der SG Überruhr. Es war die vierte Pleite im vierten Spiel und die dritte, die überdeutlich ausfiel. Mit 0:8 Punkten zieren die Qurinusstädterinnen das Tabellenende der Oberliga Niederrhein. Dabei wollten sie die ebenfalls von einer derben Pleite gezeichneten Gastgeberinnen, mit einem guten Start weiter verunsichern und mit großem Kampf die Punkte ergattern. Verunsichert, gar mutlos in den ersten dreißig Minuten, präsentierten sich aber nur die Gäste, denen zumindest in den fünfzehn Minuten nach Wiederanpfiff, so etwas wie Ausgeglichenheit gelang. Nicht kampf- oder willenlos aber verzweifelt und leer, ließen sich die Neusser Damen in der Schlussviertelstunde wieder überrollen und die Essenerinnen hatten leichtes Spiel, um den Vorsprung weiter in die Höhe zu schrauben. Die Frage ist, wie die Neusserinnen aus diesem Schlamassel herausfinden wollen? Mit eigenen Kräften, von denen in den letzten beiden, akut abstiegsgefährdeten Jahren, die Leistungsträgerinnen aufhörten oder den Verein verließen, wird es ein verdammt langer und harter Weg. Vielleicht zu lang, um am Ende noch den Klassenerhalt zu erreichen? Neue Kräfte waren schon vor der Saison nicht aufzutreiben, die Zeit zu knapp oder das Angebot nicht attraktiv genug. Also, quo vadis NHV?

„Ich mache meinen Mädels keinen großen Vorwurf!“, überraschte Trainer Christian Hentschel mit seiner Aussage unmittelbar nach dem Spiel. Hatte der Trainer der Neusserinnen etwa ein anderes Spiel gesehen, als die rund 200 Zuschauer auf der Tribüne? Denen bot sich ein fast tragisches Bild. Was immer auch die Neusserinnen in der Anfangsphase des Spiels versuchten, entweder rannten sie sich im Gegner fest, trafen das Tor nicht oder die Abpraller, bei der heute alles anderen als sattelfesten Abwehr, landeten immer wieder bei den Gegnerinnen. Gepaart mit der von Beginn an nervösen und unsicheren Spielweise, die einige technische Fehler begründete, gerieten seine Farben unmittelbar ins Hintertreffen. Nach dem 10:5 (17. Minute) für Überruhr, zog der Coach die erste grüne Karte und bat zur Auszeit. Offenbar zur rechten Zeit, denn in der Folge konnten die Neusserinnen den Abstand bis zum 12:8 (25.) sogar um ein Tor verkürzen. Doch keine fünf Minuten später war die Partie entschieden, als die Gastgeberinnen den kollektiven Blackout der NHV-Damen nutzten, um einen Zwischenspurt zum 18:8-Halbzeitstand hinzulegen.

Die Gäste präsentierten sich nach der Pause kurzzeitig erholt, mutiger und konzentrierter. Zwar gelang es ihnen nicht, den Rückstand nennenswert zu verkürzen aber bis zum 25:16 (47.) war diese zweite Hälfte zumindest ausgeglichen verlaufen. Vielleicht holten die Essenerinnen aber auch nur Luft für ihren zweiten Anlauf. Der folgte in den letzten fünfzehn Minuten, gegen zunehmend verzweifelte Gäste, die sich einen Ballverlust nach dem anderen erlaubten und prompt zu Gegenstößen genutzt wurden. So schnellte der Abstand zwischen den ungleichen Teams in die Höhe und am Ende stand das 17:38 zu Buche. Und dann kommt kein Vorwurf des Trainers an seine Mannschaft? Ist er nicht einmal insgeheim sauer? „Nein, die Mädels wollen allesamt ihr Bestes geben und zeigen! Heute, letzte Woche und auch im Training der Vorwochen! Und sauer bin ich schon, sogar fast wütend, wenn ich sehe, wie diese Mannschaft im Stich gelassen wurde und es jetzt ausbaden darf!“, sagte Trainer Christian Hentschel mit finsterer Miene und in Anspielung an die Kaderplanung und Vorbereitung. Er sehe zwar auch, dass die Fehlerzahl im Training und im Spiel immer wieder zu hoch sei, alte Verhaltensmuster nur schwer zu durchbrechen und neue nur langsam erlernt und gezeigt werden können, vor allem unter Stress. „Aber das liegt weniger am Willen, als an den grundsätzlichen Voraussetzungen. Die Einen haben in den letzten Jahren fast gar nicht gespielt, den Anderen wird eine Rolle zugemutet, der sie momentan kaum gewachsen sein können. Wo sollen da überbordendes Selbstvertrauen und eine Selbstverständlichkeit herkommen? Es braucht Zeit, die wir eigentlich nicht haben…“ So hofft der erfahrene Trainer, dass seine Farben noch einmal auf dem Spielermarkt fündig werden können, um auch den Druck von manchen Spielerinnen zu nehmen. „Sollte das nicht gelingen, dann geben wir trotzdem nicht auf! So oder so werden wir unser Training intensivieren, noch härter an uns arbeiten und hoffentlich nicht den Spaß dabei verlieren, trotz des einen oder anderen Rückschlags, der da noch auf uns warten wird!“, sagte Christian Hentschel kämpferisch.

Am kommenden Samstag (8. Oktober 2016, 18 Uhr, Heckerstraße, Mönchengladbach) bietet sich den Neusserinnen die erneute Gelegenheit unter Beweis zu stellen, dass sie bisher unter Wert geschlagen wurden und sich Verbesserungen in ihrem Spiel zeigen. Beim starken Aufsteiger Rheydter TV, der die SG Überruhr in der vergangenen Woche aus der eigenen Halle schoss, wird es kein leichtes Unterfangen.

„Kämpfen bis zum Umfallen!“ – Damen des Neusser HV reisen nach Essen

Noch sind die 1. Damen des Neusser HV in der Oberliga Niederrhein ohne Punkte. Auch in Essen, wo die SG Überruhr am Samstagnachmittag (16.30 Uhr, Aqua Style Arena, Dellmannsweg 14, 45277 Essen) auf die heimischen Balljägerinnen wartet, wird ein Erfolg nicht verschenkt. „Neben einer spielerischen Verbesserung, benötigen wir als Grundvoraussetzung, den unbedingten Willen alles aus uns herausholen zu wollen! Von der ersten bis zu letzten Minute!“, fordert Trainer Christian Hentschel sein Team auf, noch mehr zu investieren, als in den letzten beiden Spielen. Dort hielten die Neusserinnen zwar über lange Strecken mit den Gegnerinnen mit, mussten aber jeweils am Ende noch deutliche Niederlagen einstecken. Auch die Gastgeberinnen aus dem Ruhrpott erlebten am vergangenen Wochenende ein unerwartetes Debakel. Beim 25:35 gegen den Aufsteiger TV Rheydt, gingen die Essenerinnen regelrecht unter und stehen mit 2:4 Punkten ebenso unter Druck, wenngleich die Ambitionen andere sind als beim NHV-Team.

Die Voraussetzungen, im Vergleich zum vergangenen Wochenende, als der NHV mit einer Rumpftruppe am Ende einbrach, sind für dieses Spiel deutlich verbessert. Erstmals wird Trainer Christian Hentschel auf eine vollen Kader zurückgreifen können, weil es keinerlei Überschneidungen mit Jugendspielen gibt oder verletzte und erkrankte Spielerin zu beklagen sind. Mit Luisa Teusch, Anna-Sophie Emmerich und Leonie Hamacher, rücken gleich drei A-Jugendliche in den Kader. Dazu meldeten sich Sandra Höfig, Madita Schut und Jacky Sorg gesund zurück. „Trotzdem reisen wir nur mit Außenseiterchancen an. Die Betonung liegt aber auf den Chancen!“, sagt der Neusser Trainer schmunzelnd. Wohlwissend, dass der breite Kader zwar für die bisher fehlenden Pausen der Leistungsträgerinnen sorgen kann aber auch das spielerische Problem gelöst werden muss. „Weniger technische Fehler und die spielerischen Verbesserungen aus dem Training ins Spiel transportieren“, erwartet Hentschel, dass seine Spielerinnen nicht nur mit dem Herzen, sondern auch mit dem Kopf bei der Sache sind.

Der Gastgeber SG Überruhr wird ebenso darauf brennen, die letzte Niederlage beim TV Rheydt vergessen zu machen. Die Essenerinnen, in der vergangenen Saison im gesicherten Mittelfeld der Liga gelandet, hatten sich selbst das Saisonziel „Qualifikation Nordrheinliga“ ausgegeben und hinken derzeit den Erwartungen hinterher. Mit 2:4 Punkten steht die SGÜ bereits unter Druck, will man nicht frühzeitig den Anschluss ans obere Tableau verpassen. Dabei sind Leistungsschwankungen auch bei diesem Team nicht völlig unerwartet. Gleich zehn Neuzugänge musste Trainer Bernd Vatter integrieren, die vornehmlich vom Traditionsclub Teutonia Riemke an die Ruhr wechselten und zudem den Abgang von Torjägerin Kim Spiecker verkraften. Der Saisonstart gelang mit einem 28:20-Erfolg gegen Mettmann-Sport und auch die Niederlage gegen den Ligafavoriten TuS TD Lank kam nicht unerwartet. Gänzlich unerwartet war dagegen die Niederlage, vor allem die Höhe der 25:35-Pleite, beim TV Rheydt.

Die Zuschauer erwartet also eine spannende Begegnung, mit hoher Intensität. Wer dabei den Platz als Sieger verlässt, entscheidet wohl weniger das spielerische Leistungsvermögen, sondern vielmehr, welches Team, die beide noch in der Findungsphase zu sein scheinen, seine Nerven besser im Griff behält. „Ich wünsche natürlich meinen Mädels, dass sie sich für die Arbeit im Training belohnen können und dass es ihnen gelingt, über sechzig Minuten, Kopf und Herz in Einklang zu bringen!“, sagt Trainer Christian Hentschel abschließend.